Start im MusikerviertelMittwoch, 04. Mai 2011

Etwa 300 Interessierte kamen zum Info-Abend. Foto Puente

DRENSTEINFURT Einen schweren Stand vertrat Bürgermeister Paul Berlage am Montagabend in der Realschule. Er musste rund 300 aufgebrachte Grundstücksbesitzer davon überzeugen, dass der Paragraph 61a des NRW-Landeswassergesetzes umgesetzt werden müsse und es für den Kostenaufwand, dem sich die Stewwerter Privathaushalte gegenübersehen, sogar einige gute Gründe gebe.

Unter dem Leitspruch „Dicht oder nicht?“ informierte der Bürgermeister zusammen mit Rodegang Elkendorf vom Büro Gnegel sowie Werner Rohde und Thomas Meier von der Stadtverwaltung über die bevorstehenden Dichtheitsprüfungen an privaten Abwasseranlagen.

Gebührenerhöhung

Das Eindringen von Wasser an beschädigten Leitungen führe zu einer Überlastung des Abwasserkanals, wodurch Mehrkosten bei der Reinigung im Klärwerk entstünden, die schließlich in Form einer Gebührenerhöhung weitergegeben würden. Gravierender noch sei das Aussickern von Schmutzwasser ins Erdreich. Im Privathaushalt selbst sei außerdem bei Ausbleiben einer regelmäßigen Dichtheitsprüfung mit Wasserschäden durch Rückstau zu rechnen.

Über diese möglichen Auswirkungen schmunzelten viele der Anwesenden nur. Für Kommentare wie „Das ist ja schön und gut, aber was meinen Sie, was das kostet?“, ernteten die aufgebrachten Stewwerter zwar Beifall von anderen Zuhörern, all das ließ Paul Berlage jedoch unbeeindruckt. Der erklärte, dass man an dem 2008 beschlossenen Gesetz nichts mehr ändern könne und die Stadt bereits alle möglichen Freiheiten zu Gunsten der Bürger ausgeschöpft habe.

Am Mittwoch, 11. Mai, soll die Satzung zur Durchführung der Dichtheitsprüfungen in einer Sitzung des Betriebsausschusses (17 Uhr, Alte Post) verabschiedet werden. Zu diesem Zweck wurde das gesamte Stadtgebiet in elf Untersuchungsbereiche unterteilt. Die Haushalte des Stewwerter Musikerviertels werden 2012 den Anfang machen. Die jeweilige Zugehörigkeit zu den Gebieten kann nach Verabschiedung der Satzung eingesehen werden.

Sanierungskonzept

Eine Dichtheitsprüfung wird den Hausbesitzer etwa zwischen 300 und 500 Euro kosten. Berlage empfahl, sich im Falle einer nicht bestandenen Prüfung an die Stadt zu wenden, die ein Sanierungskonzept vorschlagen würde. Für die Sanierung oder Erneuerung habe der Grundstücksbesitzer dann weitere 24 Monate Zeit.

Die Kosten für Dichtheitsprüfung und Reparaturen der Leitungen des öffentlichen Verkehrsraumes übernimmt die Stadt Drensteinfurt. Es ist vorgesehen, die entstehenden Kosten innerhalb von 60 Jahren durch geringe Gebührenerhöhungen abzuzahlen.

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Beitrag von: Concha Puente
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