Buttermann schließtSamstag, 01. April 2017

<;p>;Bernhard und Elisabeth Buttermann schließen ihre Gaststätte, die mehr als 125 Jahre in Familienbesitz war. Foto: Beckmann

WALSTEDDE Mehr als 125 Jahre ist das Haus Buttermann an der B63 zwischen Walstedde und Drensteinfurt eine Anlaufstelle für Liebhaber leckerer Hausmannskost und zahlreiche Vereine gewesen. Jetzt ist Schluss.

„Es war eine schwierige Entscheidung, aber das Alter ist erreicht“, erklärt Inhaber Bernhard Buttermann den Schritt. Gestern war der letzte Tag. Da hatten die Stammgäste noch einmal die Möglichkeit, bei einem Bierchen zu klönen und in Erinnerungen zu schwelgen.

Seit 1890 befindet sich der Betrieb in Familienbesitz. Bernhard Buttermanns Großvater Josef hatte das Grundstück erworben, eine Bauernschänke geschaffen und diese als Treffpunkt für umliegende Hofbesitzer und Nachbarn etabliert. „Man kam dort nach getaner Arbeit zusammen, um das Neueste vom Tag auszutauschen“, erinnert der 76-Jährige. Josefs jüngster Sohn Anton, Bernhard Buttermanns Vater, führte die Gaststätte erfolgreich weiter. Vor 43 Jahren übernahm mit Bernhard Buttermann ein gelernter Landwirt den Familienbetrieb.

Bereits ein Jahr später stand die bislang größte Umbaumaßnahme an: Es wurde ein neuer Saal mit Platz für mehr als 60 Personen geschaffen. Zudem konnte die Speisekarte erweitert werden, weil Elisabeth ihren Mann Bernhard nach der Hochzeit fortan in der Küche unterstützte.

Mehr als 42 Jahre lang hatte der Familienbetrieb jeden Tag – außer dienstags und später auch mittwochs – geöffnet. Geschlossen wurde erst, wenn der letzte Besucher den Heimweg antrat. Die Gäste, egal ob Stammtisch, Jagdgesellschaft, Taubenzüchter, Familien oder andere Vereine, wurden stets mit herzlichen Worten von Bernhard Buttermann, immer adrett gekleidet hinter der Theke, empfangen.

„Waren immer Gastronomen aus Leidenschaft“

Die drei Kinder Beate Schulze Berge, Michael Buttermann und Andrea Große Hellmann haben ihren Eltern immer tatkräftig unter die Arme gegriffen. „Wir waren schon immer ein Familienbetrieb und hatten nie fest angestellte Mitarbeiter, nur Aushilfen“, erklärt Elisabeth Buttermann. Ihr Dank gilt „allen Gästen, der Familie, Mitarbeiterinnen und Lieferanten“, bemerkt das Paar. „Wir waren immer Gastronomen aus Leidenschaft, und unser Gasthaus war wirklich ein Haus für Gäste.“

Ganz geschlossen wird das Haus Buttermann allerdings doch noch nicht: „Für Beerdigungskaffees und Jagdgesellschaften öffnen wir auch weiterhin unsere Pforten.“

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Beitrag von: Simon Beckmann
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