Vom Matrosen zum BeamtenDonnerstag, 16. Dezember 2010

Nach 15 Jahren als Bezirkspolizist in Sendenhorst geht Peter Nußbaum jetzt in den Ruhestand. Foto: Schmitz-Westphal

SENDENHORST Mit einem lachenden und einem weinenden Auge wird am Jahresende der Sendenhorster Polizeibeamte Peter Nußbaum in den verdienten Ruhestand gehen. Das bedauert nicht nur sein Kollege Rudi Terberl sehr, sondern auch die Bürger von Sendenhorst.

Peter Nußbaum, der seit Anfang 1996 im Bezirksdienst in Sendenhorst tätig war, hat seine Aufgabe als Kontaktpolizist ins Herz geschlossen. Hinzu kommt, dass die Bevölkerung ihm großes Vertrauen entgegen gebracht hat, wie sich auf den Streifengängen durch die Stadt immer wieder zeigte. Mit Leib und Seele hat er seine Aufgaben im Polizeidienst erfolgreich erledigt und konnte so manche Situationen allein durch Gespräche schlichten, erinnert sich der 62-Jährige. Doch auch Haftbefehle, Ermittlungstätigkeiten für Ämter oder die Schulwegsicherung gehörten zu den Aufgaben, die Nußbaum gerne ausführte. Auf hoher See Sein Kindheitstraum war es eigentlich, Matrose auf hoher See zu werden, erzählt der Sendenhorster. Mit seinem Onkel als Vorbild trieb es ihn nach der Volksschule mit 14 Jahren erst einmal aufs Schiff, wo er als Matrose und später als Polizist bei der Wasserschutzpolizei seinem Dienst nachging. 1973 wechselte er von Münster nach Ahlen und hatte Anfang 1996 das Glück, Nachfolger von Jürgen Pleger in Sendenhorst zu werden. „Ich hätte ja auch schon mit 60 Jahren in Rente gehen müssen, wenn die Dienstverlängerung bis zum 62. Lebensjahr nicht eingetreten wäre", erklärt Nußbaum. Körperlich fit treibt er auch heute noch täglich Sport und ist gesundheitlich mehr als gut in Form. Deswegen können es die Sendenhorster auch nicht verstehen, dass ihr Polizist Peter Nußbaum gehen muss. Für sie war er seit 15 Jahren ein Vertrauter, der für ihre Sicherheit und Gerechtigkeit in Sendenhorst einstand. Wie es nun weitergehen soll, erklärt Martin Schnafel, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Warendorf: „Die Aufgaben von Peter Nußbaum werden durch die Kollegen der Polizeiwache Ahlen mit wahrgenommen." Die Sendenhorster hoffen jetzt auf die schnelle Neubesetzung des Postens durch einen erfahrenen Beamten.-as

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Beitrag von: Wochenpost
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