"Ja" zur GemeinschaftsschuleFreitag, 10. Dezember 2010

Das Schulzentrum an der Sendenhorster Stra├če in Drensteinfurt k├Ânnte zum Schuljahr 2012/13 eine Gemeinschaftsschule beherbergen. Der Rat soll schon am 20. Dezember den Beschluss daf├╝r fassen. Foto: pr

DRENSTEINFURT/SENDENHORST Die Drensteinfurter Politik will Nägel mit Köpfen machen, und das am liebsten schon in der kommenden Ratssitzung. Dann soll das Konzept für eine Gemeinschaftsschule in Drensteinfurt abgenickt werden. Darauf einigten sich die Parteien im Schullausschuss – nur die FDP äußerte Bedenken.

Besonders überraschend war das positive Votum der CDU. Der Stadtverbandsvorsitzende Dr. Marco Arndt hatte sich beim ersten Zwischenbericht der Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung des Schulangebots im Oktober noch deutlich für die Einrichtung eines eigenen gymnasialen Zweigs ausgesprochen. Dem trug die Arbeitsgruppe insofern Rechnung, als dass in den Klassen 9 und 10 nun in den Hauptfächern (Deutsch, Englisch, Mathematik, Naturwissenschaften) nach mittlerem und gehobenem Standard unterschieden werden soll. In den Klassen 5 bis 8 und auch in den Nebenfächern der Klassen 9 und 10 steht aber weiterhin das gemeinsame Lernen aller Schüler im Fokus. "Müssen dringend vorankommen" Der Leiter der Arbeitsgruppe, Dr. Achim Körbitz, war am Donnerstag erneut im Ausschuss zu Gast, um die Konzeptanpassung vorzustellen und gleichzeitig den Druck auf die Politik zu erhöhen. „Wir müssen dringend vorankommen mit unseren Planungen", erklärte er im Hinblick darauf, dass die Landesregierung nur eine gewisse Anzahl an Modellschulen zulasse. Diesen Zeitdruck nahm dann auch die CDU zum Anlass, sich deutlich für das vorgeschlagene Konzept auszusprechen. „Die Fraktionen müssen nun Farbe bekennen", fasste Heinz Töns die Meinung der CDU zusammen. „Wir tun dies mit einem mehrheitlichen und eindrücklichen ‚Ja‘." Töns schlug vor, schon für die kommende Ratssitzung einen entsprechenden Beschlussvorschlag zu erarbeiten, mit dem die „Schule für Drensteinfurt" auf den Weg gebracht werden kann. Bürgermeister Paul Berlage nahm diese Anregung gerne auf („Ich freue mich über die breite Zustimmung") und kündigte eine Nachtschicht der Verwaltungsmitarbeiter an. Auch die SPD sowie die Bündnisgrünen erklärten ihre Zustimmung zu diesem Vorgehen. Erna Trojahn hingegen sagte, bislang habe sich in der FDP-Fraktion keine Mehrheit für das vorgeschlagene Konzept finden können. „Wir haben vor der Rats- noch eine Fraktionssondersitzung. Aber die Tendenz ist eher negativ." Antrag bis Jahresende Am gleichen Abend wurde auch im Sendenhorster Stadtrat über die Weiterentwicklung des Schulangebots diskutiert und eine wichtige Entscheidung getroffen: Bis zum 31. Dezember soll durch die Verwaltung beim Land NRW der Antrag zur Einrichtung einer Gemeinschaftsschule gestellt werden. „Wir halten uns damit eine Option zur Weiterentwicklung des Schulstandortes Sendenhorst offen", begründete Bürgermeister Berthold Streffing auch mit Blick auf die Umlandgemeinden wie eben Drensteinfurt, die in dieser Angelegenheit schon wesentlich weiter seien. Ob letztendlich eine Gemeinschaftsschule oder eine andere Lösung zum Schuljahr 2012/2013 in der Vier-Türme-Stadt realisiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Der Optionsantrag könne je nach Diskussionsergebnis wieder zurückgezogen werden. Vorausgegangen war am 7. Dezember ein Gespräch mit der Leitung der Realschule St. Martin sowie Vertretern des Schulträgers, des Bistums Münster. In diesem laut Streffing sehr positiv verlaufenen Gespräch sei es um eine gemeinsame Schulentwicklung im Bereich der Sekundarstufe I gegangen. Niemand wolle an der Existenz der Realschule rütteln, und sie selbst sehe sich als Schule in privater Trägerschaft auch nicht in ihrer Existenz gefährdet. Gleichwohl müsse man allein aus demografischen Gründen auch hier mit einer deutlichen Reduzierung der Schülerzahlen rechnen. Schlussendlich ging die Ratsvorlage einstimmig durch. So ist als nächstes am 18. Januar eine Sitzung mit einem Schulentwicklungsplaner zur Fortschreibung des Schulentwicklungskonzepts für die Vier-Türme-Stadt angesetzt.-ne/dz

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Beitrag von: Wochenpost
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