Ansto├čen mit OrangensaftMontag, 03. Januar 2011

Martin Linnemann (l.) und Praktikant Tobias Rohwald hatten zum Jahreswechsel Dienst in der Sendenhorster Rettungswache. Zum Verschnaufen kommt man an einem solchen Tag fast gar nicht. Foto: Schmitz-Westphal

SENDENHORST Während sich die Bürger auf große Feiern zum Jahreswechsel vorbereiteten, hatten die Sanitäter der Rettungswache Silvesterdienst. Keine einfache Aufgabe, denn gerade in Zeiten, wo viele Menschen miteinander feiern, ist die Gefahr für Unfälle hoch.

Die 24-Stunden-Schicht, auf der sich Praktikant Tobias Rohwald und Martin Linnemann am 31. Dezember befanden, fing schon frühmorgens an und hielt die beiden neben vereinzelten Einsätzen besonders aber ab 1.30 Uhr wegen vieler Glatteisunfälle auf Trab. „Je mehr Menschen unterwegs sind, desto höher ist die Anzahl unserer Einsätze", erklärte Martin Linnemann. Seit mehr als 20 Jahren ist er bereits im Dienst und hat so manchen Einsatz zu Silvester freiwillig übernommen. Seine Familie unterstütze ihn dabei sehr, solange er nicht jedes Jahr im Einsatz sei, gab Linnemann zu verstehen. Fleißig reinigte er vergangene Woche den Rettungswagen, der erst kurz zuvor von einem Einsatz zurückgekehrt war. Zum Verschnaufen kämen sie an solchen Tagen eher selten, erklärte auch Praktikant Tobias Rohwald. Für ihn war es der letzte Dienst in der Sendenhorster Rettungswache, denn seine berufliche Weiterbildung verschlägt ihn in eine größere Stadt. Kaum Zeit zum Ausruhen „Ich verlasse die Rettungswache mit einem lachenden und einem weinenden Auge", erklärte er zum Abschied. Ihm habe es bei den Sendenhorster Kollegen sehr gefallen – auch wenn während des Dienstes oftmals keine Möglichkeit zum Ausruhen oder Essen bliebe. „Das holen wir dann alles nach", erklärte das Team, während es den Rettungswagen für den nächsten Einsatz vorbereitete. Medikamente, lebensrettende Geräte und Kuscheltiere für die kleinsten Patienten gehören zur Ausrüstung und müssen immer griffbereit sein. „Schließlich sind wir während des Transports für eine umfangreiche Erstversorgung verantwortlich", erklärte Linnemann. Während der Fahrer zum nächstmöglichen Krankenhaus fährt, begleitet und behandelt der zweite Sanitäter den Patienten im Rettungswagen. Und wenn die Einsatzlage es erlaubt, bleibt vielleicht sogar noch eine Pause zum Essen und Verschnaufen – denn an Silvester wurde natürlich auch in der Sendenhorster Rettungswache um Mitternacht auf das neue Jahr angestoßen: mit Wasser und Orangensaft.-as

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Wochenpost
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?
Dreingau Zeitung - Ansto├čen mit Orangensaft