Mit Rheuma durch die AlpenDienstag, 01. August 2017

Gemeinsam mit seiner Frau Sarah hat Matthias Werner den Meraner Höhenweg absolviert. Foto pr

SENDENHORST Matthias Werner ist seit seiner Kindheit an Rheuma erkrankt. Und dennoch ist er trotz der Schmerzen mit seiner Frau durch die Alpen gewandert und hat dabei noch 10500 Euro für die Unterstützung rheumakranker Jugendlicher gesammelt.

Matthias Werner hat etwas getan, was sich manch ein Gesunder nicht zutraut. Er lief gemeinsam mit seiner Frau Sarah den Meraner Höhenweg und überwand dabei nicht nur 5500 Höhenmeter und extremes Wetter, sondern auch den „inneren Schweinehund“, der ihm signalisiert hatte: „Mit zwei künstlichen Hüften und einem fast versteiftem Sprunggelenk geht das nicht.“

Mit der Energie, die manchmal nur Rheumatiker haben, hat er aus der Wandertour auch noch ein Spendenaktion gemacht und fast „nebenbei“ 10500 Euro gesammelt, heißt es im Bericht des Bundesverbandes Kinderrheuma. Das Geld soll auf Wunsch des Ehepaares für Projekte der Jugendgruppe des Verbandes verwendet werden, der seinen Sitz in Sendenhorst hat.

Gemeinsames Hobby

Für Matthias und Sarah Werner waren schon immer die Bergwelt und das Wandern große gemeinsame Hobbys. So hatten sie sich vom 26. Juni bis 1. Juli im Sommerurlaub auf den Weg gemacht, um den anspruchsvollen Meraner Höhenweg in sechs Tagesetappen zu wandern.

Wer sich mit dem 32-Jährigen unterhält, erfährt, dass er täglich mit Schmerzen zu kämpfen hat und ihm neben den künstlichen Hüften vor allem ein Sprunggelenk zu schaffen macht, das bald mit einer Schraube versteift werden muss. Hintergrund dafür ist seine Rheumaerkrankung, die ihn seit der Kindheit plagt.</p><p>Davon habe er sich nie unterkriegen lassen, schreibt der Rheumaverband. Werner, der schon länger die Idee hatte, den Höhenweg zu wandern, sagte sich: „Der Fuß wird nicht besser. Jetzt kann ich es noch machen und mit einer Spendenaktion verbinden.“

Selbstläufer

Bereits im März hatte der Bocholter begonnen, Spenden zu sammeln. Dafür sprach der leitende Vertriebsinnendienstmitarbeiter Geschäftspartner und Händler seiner Firma an. Schnell waren die ersten 1000 Euro zusammengekommen, die Aktion sei zum Selbstläufer geworden. Auch Nachbarn, Freunde und seine Familie sowie diverse Schützenvereine beteiligten sich. Im Gegenzug informierte Werner in Vorträgen über Kinderrheuma. Und so kamen am Ende stattliche 10500 Euro zusammen.

Matthias und Sarah Werner fuhren jetzt nach Sendenhorst, wo sie den Mitarbeiterinnen des Bundesverbandes das Geld überreichten. Gaby Steinigeweg, Vorsitzende des Bundesverbandes, und Jugendvertreterin Pia Vogel freuten sich sehr über diese große Finanzspritze. Verwendet werden soll die Spende für die Aktionen der Jugendgruppe „RAY“. Die Abkürzung steht für „Rheumatoid Arthritis‘s Yours“, was so viel bedeutet wie „Rheuma ist ein Teil von Dir“. Die Gruppe unterstützt Jugendliche bei allen Problemen, die durch Rheuma entstehen.

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Beitrag von: Dreingau Zeitung
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