Radler reden mitDonnerstag, 22. Juni 2017

Der Kreis Warendorf erstellt ein Radverkehrskonzept. Foto ADFC

KREIS WARENDORF Die Radler werden im Radverkehrskonzept mit eingebunden und sollen Anregungen liefern, Wünsche äußern, aber auch Kritik üben.

Die Mobilitätsuntersuchung hat gezeigt, dass beachtliche 24 Prozent aller Wege im Kreis mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Fahrrad fahren ist zu einem immer wichtigerem Thema geworden. So gibt es pro 1000 Einwohner aktuell 1070 Fahrräder. Da sollte das Wegenetz gut und sicher ausgebaut sein. Ebenso sollten die Anbindungen komfortabel, direkt und schnell sein.

Der Kreis Warendorf hat nun zusammen mit Johannes Pickert vom Planungsbüro Planersocietät Dortmund damit begonnen, die vorhandenen außerörtlichen Radwege unter die Lupe zu nehmen, um dies zu gewährleisten. Ein weiterer Grund für das Projekt ist die Tatsache, dass E-Bikes immer populärer werden. Im vergangenen Jahr verfügten bereits 14 Prozent aller Haushalte über so ein Pedelec, mit welchem man bequem eine Strecke von 15 Kilometern zurücklegen kann.

Erreichbarkeit

Einer der Schwerpunkte des Konzeptes liegt auch deshalb in der Erreichbarkeit zwischen den Kommunen. „Wir wollen ein überörtliches Radwegenetz für den Alltagsverkehr wie die Fahrt zur Schule oder zur Arbeit entwickeln “, erklärte Landrat Dr. Olaf Gericke, der selbst ein leidenschaftlicher Radler ist.

Doch bei den Überlegungen geht es nicht ausschließlich um das Radwegenetz. Ferner liefern die Planer in einer Art Handlungskatalog Empfehlungen zur allgemeinen Förderung des Radverkehrs. Dabei geht es etwa um Fahrradparkplätze, Radfahrstreifen oder um die Öffnung von Einbahnstraßen und Fußgängerzonen.

Für die Konzepterstellung ist eine Expertengruppe eingerichtet worden, die eng mit den Städten und Gemeinden, dem Landesbetrieb Straßenbau und den Interessenverbänden zusammenarbeiten wird. Doch besonders setzen die Planer auf die Meinung der Bürger. Was liegt wo im Argen? Wo gibt es Lücken, und wo ist Radfahren im Kreis besonders gefährlich? Online können auf einer interaktiven Karte bis zum 30. August konkrete Tipps und Verbesserungsvorschläge geäußert werden.

www.waf-rad.de

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Beitrag von: Marion Bulla
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