Mehr Unfälle, aber weniger VerletzteDienstag, 15. Februar 2011

Stellten die Verkehrsunfallstatistik 2010 für den Kreis Warendorf vor (v.l.) Stefan Mühlbauer, Landrat Dr. Olaf Gericke, Manfred Uhte und Erich Nierhoff. Foto pr

DRENSTEINFURT/SENDENHORST 14,7 Prozent weniger Unfälle mit Personenschaden musste die Polizei im Kreis im vergangenen Jahr aufnehmen. „Unsere Arbeit in 2010 war erfolgreich“, freute sich Landrat Dr. Olaf Gericke am Montag bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik im Kreishaus.

Niedrigster Stand

885 statt wie im Vorjahr 1037 Unfälle mit Personenschaden: „Das ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang der 70er Jahre“, freute sich Gericke. Gesunken sind auch die Zahlen der bei Verkehrsunfällen Verunglückten (von 1313 auf 1141) und Getöteten (von 17 auf 15). Einen Wermutstropfen hatte der Landrat indes auch zu verkünden: Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle sei im abgelaufenen Jahr von 7446 auf 7645 gestiegen (+ 2,7 Prozent).
Die Unfallhäufigkeitszahl für 2010 wird für das Land NRW mit 324, für den Kreis Warendorf mit 317 angegeben. Die Stadt Sendenhorst liegt deutlich darüber (399), die Stadt Drensteinfurt darunter (281). Insgesamt ereigneten sich 2010 in Sendenhorst 53 Unfälle (2009: 61), bei denen Menschen zu Schaden kamen, in Drensteinfurt waren es 43 (2009: 38).

Radfahrer im Blick behalten

Verstärkt im Blick behalten will man die Radfahrer. Immerhin sechs verunglückten 2010 tödlich – einer davon in Stewwert –, 49 wurden schwer und 226 leicht verletzt. In Sendenhorst kamen insgesamt 16 Radfahrer zu Schaden (2009: 14), in Drensteinfurt waren es zwölf (2009: vier).
Insgesamt sind die Zahlen für Drensteinfurt konstant geblieben. Es ereigneten sich 97 Unfälle, dabei wurden ein Mensch getötet, zwölf schwer und 42 leicht verletzt. Auf Sendenhorster Stadtgebiet passierten 2010 insgesamt 129 Unfälle, dabei wurden ein Mensch getötet, 15 schwer und 52 leicht verletzt.

Um die Straßen im Kreis Warendorf in Zukunft noch sicherer zu machen, wende die Polizei sich – neben Aktionen in Kindergärten, Schulen und Fahrschulen – besonders an Senioren und setze auch auf flächendeckende Kontrollen: „Es kann sich niemand sicher sein, im Kreis Warendorf nicht geblitzt zu werden“, betonte Gericke. Dass Geschwindigkeitskontrollen nach wie vor notwendig seien, verdeutlichte auch der Leiter der Direktion Verkehr, Stefan Mühlbauer: „Zu hohe Geschwindigkeit ist die Hauptursache von Verkehrsunfällen.“

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Beitrag von: Dreingau Zeitung
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