HereinspaziertSamstag, 06. Mai 2017

Auf dem Gelände der Nabu-Naturschutzstation wurde das Projekt jetzt vorgestellt. Foto Rohling

KREIS WARENDORF Damit wirklich jeder Anteil an der Natur und ihrer Vielfalt haben kann, startet im Münsterland ein ganz besonderes Projekt: Natur für alle.

Raus in die Natur, durchatmen und genießen. Was für viele Menschen selbstverständlich ist, kann für andere ein großes Problem werden. Für Rollstühle und Rollatoren wird eine Wurzel zur unüberwindbaren Hürde, für einen Blinden eine giftige oder reizende Pflanze zur Gefahr. Aber auch ein Kinderwagen kann abseits des Gehweges schnell an seine Grenzen kommen.

Dieses Problem haben auch fünf biologische Stationen im Münsterland erkannt und gemeinsam mit weiteren Partnern das Projekt „Natur für alle – barrierefreie Naturerlebnisse im Münsterland“ gestartet. Zu ihnen zählen die Nabu-Naturschutzstation Münsterland, Biologische Station Zwillbrock, Biologische Station Kreis Recklinghausen, Biologische Station Kreis Steinfurt, Naturschutzzentrum Coesfeld sowie die Partner Fachhochschule Münster und NeumannConsult.

Zum ersten Spatenstich war auch Umweltminister Johannes Remmel vor Ort und fand lobende Worte. „Die Förderung der Barrierefreiheit zum aktiven Naturerleben gewinnt im Hinblick auf den demografischen Wandel und die Inklusion immer mehr an Bedeutung. Ich bin besonders stolz, dass wir den Natur-Tourismus in Nordrhein-Westfalen durch so vorbildliche Projekte vorantreiben können.“

Für Jung und Alt

Freizeitaktivitäten und Bildungsangebote in der Natur stellen für viele Menschen, vor allem für diejenigen mit Behinderung, oftmals besondere Herausforderungen dar. „Die Münsterländer Natur- und Parklandschaft mit ihren zahlreichen Naturschutz- und Naherholungsgebieten soll für alle Zielgruppen zugänglich sein. Wir freuen uns, dass die Projektpartner, die sich über das gesamte Münsterland verteilen, die Region durch die Entwicklung von vielseitigen Angeboten für Jung und Alt fördern“, so Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke. 

„Natur tut allen gut! Durch rollstuhlgerechte Wanderwege, Sinnesgärten und Ausstellungsmodule, barrierefreie Exkursionsangebote und die Entwicklung technischer Lösungen zur Informationsvermittlung wollen wir allen Zielgruppen – von Schulklassen über Familien bis hin zu Senioren und Menschen mit Einschränkungen – die Natur näher bringen“, so Dr. Britta Linnemann, Vorstandsvorsitzende der Nabu-Naturschutzstation Münsterland, die die Projektleitung und Koordination übernimmt. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von drei Jahren und wird mit rund 2,4 Millionen Euro finanziert. Die Projektpartner erbringen einen zusätzlichen Eigenanteil von rund 330000 Euro.

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Beitrag von: Sebastian Rohling
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