„Einen Gegenpol schaffen“Montag, 27. Dezember 2010

BIGG-Vorsitzender Stefan Henrichs plant eine eigene Informationsveranstaltung. Die der Stadt hĂ€lt er nicht fĂŒr ausreichend objektiv. Foto (A): Tschirpke

DRENSTEINFURT Die Stadt plant am 13. Januar eine Bürgerinformations-veranstaltung zu den Erdgas-Probebohrungen. „An eine umfassende und objektive Veranstaltung kann ich dabei nicht glauben“, so Stefan Henrichs, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG).

Deswegen will die Initiative nun „den erforderlichen Gegenpol“ schaffen, und das schon am 10. Januar. Die Kernbohrungen der Firma Exxon Mobil und die damit verbundenen Folgen für Anwohner und Umwelt werden seit Monaten heftig diskutiert. Erst vor kurzem hat sich auf Initiative des Drensteinfurters Stefan Henrichs die BIGG gegründet. Man wolle zunächst einmal die im Vorfeld angekündigte Info-Veranstaltung der Stadt zu diesem Thema abwarten, bevor man etwas Eigenes auf die Beine stelle, hatte es noch auf der Gründungsversammlung der BIGG Anfang Dezember geheißen. Nun vermisst Henrichs auf der Rednerliste zur städtischen Veranstaltung die kritischen Stimmen zum Thema. Redner vorgeschlagen „Ich habe Bürgermeister Paul Berlage vor einer ‚Werbeveranstaltung für Exxon Mobil‘ gewarnt und vorgeschlagen, auch kritische Stimmen einzuladen, um eine ausgewogene Veranstaltung zu ermöglichen", so Stefan Henrichs. Vorgeschlagen habe er Oliver Krischer (MdB), Dr. Manfred Scholle (Vorstand Gelsenwasser), Jürgen Döschner (WDR) und Dr. Werner Zittel (Netzwerk ASPO). Leider sei sein Vorschlag abgelehnt worden. Die Bürgerinitiative habe sich deshalb entschlossen, eine eigene Informationsveranstaltung zu organisieren. „Hier sollen kritische und kompetente Redner zu Wort kommen, die das Thema fachlich und rechtlich beleuchten. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich wirklich jeder Bürger eine eigene Meinung bilden und sich tatsächlich umfassend informieren kann", so der BIGG-Vorsitzende. Der Termin ist für Montag, 10. Januar, angesetzt. Der genaue Zeitpunkt und Veranstaltungsort sollen noch bekannt gegeben werden.

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Beitrag von: Wochenpost
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