Auf dem Friedhof fehlt bald der PlatzDienstag, 14. Dezember 2010

F√ľr Erdgr√§ber ist auf dem Drensteinfurter Friedhof bald kein Platz mehr. Die Stadt kann zwischen drei Optionen w√§hlen: alte Fl√§chen zu √ľberplanen, auf den Gr√ľnstreifen hinter der Trauerhalle auszuweichen oder neue Fl√§chen hinzuzukaufen. Foto: Evering

DRENSTEINFURT Auf dem Drensteinfurter Friedhof wird es eng. Und das obwohl gerade erst zahlreiche Gräber auf dem alten Teil des Geländes eingeebnet worden sind. Doch gerade diese Fläche ist für Erdbestattungen nach heutigen Maßstäben völlig ungeeignet. Das hat jetzt der Geologische Dienst NRW herausgefunden.

„Eine ausreichende Verwesung kann hier nicht gewährleistet werden", berichtete Stefanie Benting, Leiterin des Amtes für Recht, Sicherheit und Ordnung, am Montagabend den Politikern im Haupt- und Finanzausschuss. Hauptgrund dafür sei der hohe Grundwasserspiegel, der für einen besonders feuchten Boden sorge. Dennoch besteht Handlungsbedarf. Laut der Stadtverwaltung kann der Bedarf an Erdbestattungen nur noch maximal bis zum Jahr 2013 sichergestellt werden. Die Kapazität für Urnenbestattungen reiche hingegen noch für mindestens zwölf Jahre. Die Stadt kann zwischen drei Möglichkeiten wählen: - Die eingeebneten Flächen auf dem alten Teil des Friedhofs könnten überplant werden. Dafür wäre im Vorfeld eine Drainage, möglicherweise sogar zusammen mit einer Geländeaufschüttung, notwendig, um einen ausreichend tiefen und trockenen Boden zu gewährleisten. - Man könnte auf den sogenannten Hygienestreifen zwischen Trauerhalle und Wohnbebauung ausweichen, der derzeit eine Grünfläche und ungenutzt ist. „Dabei sind eventuell Maßnahmen wie ein Bodenaustausch und die Verlegung von Flächendrainagen erforderlich", heißt es in der Ausschussvorlage. - Die dritte Option wäre die, den Friedhof über Grundstückszukäufe zu erweitern. Doch Bürgermeister Paul Berlage ließ schon anklingen, dass dies die letzte Möglichkeit sein sollte. „Wir wollen schon versuchen, mit dem Bestand zu arbeiten." In den kommenden Wochen und Monaten will sich die Verwaltung mit den drei Optionen näher beschäftigen, um auch einen Überblick über die Kosten der einzelnen Maßnahmen zu bekommen. „Aber spätestens Ende 2011 müssen wir handeln", stellte Berlage klar.-ne

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Beitrag von: Wochenpost
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