Es geht gut voranDienstag, 26. September 2017

In Geb√§rdensprache¬†√ľbersetzt die FSJ-lerin die Ansprache von Tobias Tiedeken an die geh√∂rlosen Studenten. Foto Verein

SENDENHORST In der Missionsstation Nyang’oma in Kenia, in der unter anderem gehörlose Schüler leben, geht es gut voran. Davon konnten sich Mitglieder des Freundeskreises bei ihrem Besuch überzeugen. So wurden jetzt die neuen Klassenräume eingeweiht und Handpumpen in Betrieb genommen.

Es waren schöne und aufregende Wochen, die der Sendenhorster Vorsitzende des Vereins „Freundeskreis Nyang’oma Kenya“, Ulrich Tiedeken, und die ehrenamtlichen Helfer in der Missionsstation erlebten, heißt es im Bericht des Vereins. Anfang Juli war die erste Gruppe nach Afrika aufgebrochen. Nach der Ankunft in der Missionsstation wurden mit der Unterstützung von einheimischen Helfern die letzten der vier Handpumpen installiert. Bereits im vergangenen Jahr waren die ersten zwei Pumpen – zur Freude der Frauen und Mädchen – installiert worden. Nun können von allen sechs Untergrundwassertanks aus, die der Freundeskreis bereits vor einigen Jahren gebaut hatte, die Eimer per Pumpe gefüllt werden, und nicht mehr per Seil und mit großem Aufwand.

Zur zweiten Gruppe, die sich viel Arbeit vorgenommen hatte, gehörten auch Tobias und Johannes Tiedeken. Gemeinsam wurden zunächst die Arbeiten auf dem Missionsgelände begutachtet und einige der Außengemeinden besucht, in denen es noch viele Wünsche, unter anderem bezogen auf die Fertigstellung ihrer Kirchengebäude, gebe.

Pauken und Trompeten

Anschließend wurde erst einmal an der neuen Schule gefeiert, berichtet Ulrich Tiedeken. Mit Pauken und Trompeten marschierten die örtlichen Pfadfinder, von denen es in jeder Schule eine Gruppe gebe, in ihren neuen Uniformen zur Schule. Für Tobias und Johannes Tiedeken kein allzu ungewohntes Bild, gehören die beiden doch zu den Sendenhorster Pfadfindern.

Gemeinsam wurde das erste fertiggestellte Schulgebäude der „Fr. Ouderaa-Secondary-School for the Hearing Impaired-Nyang‘oma“ eingeweiht. Die Ansprachen mussten in die Gebärdensprache „übersetzt“ werden, da fast alle Schüler gehörlos oder hörgeschädigt sind, berichtet Tiedeken. Nach der offiziellen Zeremonie standen die ersten sechs Klassenräume im Mittelpunkt, in denen der Unterricht seit Anfang September in technisch gut ausgerüsteten Räumen stattfindet. Alle Räume waren mit Spendengeldern finanziert worden.

Noch dringlicher als der Weiterbau der Schule sei die Erweiterung der Schlafräume für die Studenten. Im neuen Schuljahr habe sich die Zahl der gehörlosen Studenten von 139 auf mehr als 200 erhöht. Ein Anbau an die bestehenden Schlafräume sei unausweichlich, da von Seiten der Schulbehörde die Auflage gemacht worden sei, dass es aus Sicherheitsgründen keine „dreistöckigen“ Betten mehr geben dürfe. Um dieses Projekt schnell umzusetzen, werde der Freundeskreis vermehrt um Spenden werben.

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Beitrag von: Dreingau Zeitung
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