Ehrenamtskarte für SendenhorstDienstag, 14. Februar 2012

Kooperation besiegelt: Für die Stadt Sendenhorst unterschrieb Bürgermeister Berthold Streffing, für das Land NRW Andrea Hankeln. Mit im Bild (stehend, v.l.): Hans-Hermann Beier, Franz-Ludwig Blömker (beide Akademie Ehrenamt) und Jürgen Mai (Dienstbereichsleiter bei der Sendenhorster Stadtverwaltung). Foto: Evering

SENDENHORST Sendenhorst ist die 149. Kommune im Land NRW, die die Ehrenamtskarte einführen wird. Am Montag wurde dafür die nötige Vereinbarung mit dem NRW-Familienministerium getroffen und gleichzeitig ein Kooperationsvertrag mit dem Verein Akademie Ehrenamt unterschrieben.

„Auf diesem Wege möchte die Stadt Sendenhorst besonders engagierten Bürgern Dankeschön sagen“, so Bürgermeister Berthold Streffing. Die Stadt unterstütze Ehrenamtlichkeit bereits in vielen Bereichen, auch finanziell. „Aber es kann eben immer bloß eine Unterstützung sein.“ Die Ehrenamtskarte sei da nochmal ein Instrument, diesen Einsatz wertzuschätzen.

Umsetzung

Zur Unterzeichnung der Vereinbarung war am Montagmittag Andrea Hankeln, Leiterin des Referats Bürgerschaftliches Engagement vom NRW-Familienministerium, ins Sendenhorster Rathaus gekommen. Und auch Vertreter der Akademie Ehrenamt, die die Stadt bei der konkreten Umsetzung unter die Arme greifen wird, waren anwesend. „Vielen Menschen geht es gar nicht darum, mit der Ehrenamtskarte auf Schnäppchenjagd zu gehen“, erklärte der Vereinsvorsitzende Franz-Ludwig Blömker. „Wichtig ist ihnen, dass ihr Einsatz anerkannt wird. Das motiviert auch für die zukünftige Tätigkeit.“

Im Frühjahr 2011 sei die Ehrenamtskarte in den ersten vier Kommunen im Kreis Warendorf eingeführt worden. „Wir sind spät gestartet, aber dafür sind wir jetzt gut in Fahrt“, bezog Blömker sich auf die Tatsache, dass auch in Ahlen am Montagmorgen eine solche Vereinbarung unterzeichnet wurde. Sendenhorst war dann am Mittag die nunmehr siebte Kommune auf Kreisebene. Drensteinfurt hat die Einführung der Ehrenamtskarte ebenfalls auf der Agenda. Ziel der Akademie Ehrenamt ist es, bis zum Jahresende alle 13 Kommunen mit im Boot zu haben und rund 250 Vergünstigungen anbieten zu können.

Rabatte

Die Stadt Sendenhorst will sich auf jeden Fall mit günstigeren Eintrittspreisen für das städtische Hallenbad beteiligen. Zudem würden derzeit Gespräche mit der VHS sowie der Kreismusikschule über verminderte Kursgebühren geführt. Die Akquise von Vereinen oder Unternehmen, die Rabatte für Inhaber der Ehrenamtskarte beisteuern wollen, beginne jetzt.

Anträge von ehrenamtlich Tätigen können ab sofort auf der Homepage der Stadt Sendenhorst (www.sendenhorst.de) heruntergeladen und ausgefüllt in der Verwaltung (zu Händen Jürgen Mai) abgegeben werden. Die Akademie Ehrenamt übernimmt dann den administrativen Part und stellt die Karten aus. Schon im Frühjahr sollen die ersten im Umlauf sein. 

Anerkennung

Die Ehrenamtskarte wurde 2008 auf Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen eingeführt. Sie soll eine Anerkennung für ehrenamtlich tätige Menschen sein und diese mit Vergünstigungen für ihr Engagement belohnen. Einen Antrag kann stellen, wer in einer teilnehmenden Kommune lebt und sich seit mindestens zwei Jahren für fünf Stunden pro Woche oder für 250 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert. Er darf dafür keinen Lohn und keine pauschale Aufwandsentschädigung erhalten (Erstattungen von Fahrtkosten o.ä. sind unproblematisch). Wer im Besitz einer JuleiCa (Jugendleiter-Card) ist, kann die Ehrenamtskarte bereits nach sechs Monaten Engagement erhalten. Die Vergünstigungen gelten nicht bloß in der Heimatstadt, sondern in allen teilnehmenden Kommunen. Eine Übersicht über die Orte und Angebote findet sich im Internet.

www.ehrensache.nrw.de

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Beitrag von: Nicole Evering
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