Bewegende SchicksaleMittwoch, 22. Februar 2017

Der Arbeitskreis hat das Programm zur Woche der Brüderlichkeit vorgestellt. Foto Evering

SENDENHORST Das Thema hat Aktualität und Brisanz. Und ist deshalb zum Motto der diesjährigen „Woche der Brüderlichkeit“ auserkoren worden.

Unter dem Titel „Minderjährige unbegleitete Flüchtlinge – Schicksale hinter Schlagzeilen und Statistiken“ finden vom 5. bis 12. März mehrere hochinteressante Veranstaltungen statt. Am Montag hat der Arbeitskreis das Programm vorgestellt. Dem Thema wird sich auf unterschiedliche Weise genähert, im Mittelpunkt stehen jedoch immer die menschlichen Schicksale.

Das wird besonders deutlich durch das Bild, das Programmhefte und Plakate ziert. Gemalt hat es der 16-jährige Rami Akil, der im Herbst 2015 ohne seine Eltern nach Sendenhorst kam. „Die von ihm in vielen Stunden angefertigte Zeichnung ist ein emotionaler Ausdruck seiner Erinnerungen an die wunderschöne Zitadelle seiner Heimatstadt Aleppo“, heißt es im Programm. „Ramis Eltern leben noch in Syrien“, kann Gerd Wilpert, Schulleiter und Arbeitskreismitglied, berichten. Die Sorge um sie ist Ramis täglicher Begleiter.

Klezmer-Musik

Um die Erlebnisse von zwölf minderjährigen Flüchtlingen dreht sich das Buch „Einfach nur weg. Das Schicksal der Kinder“ von Ute Schaeffer. Es steht im Zentrum der Eröffnungsveranstaltung am Sonntag, 5. März, um 17 Uhr. Die Journalistin und stellvertretende Direktorin der Deutschen Welle Akademie hat lange als Korrespondentin in Afrika, Osteuropa und den arabischen Staaten gearbeitet, kennt viele der Herkunftsländer der Kinder aus eigener Erfahrung. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung vom Ensemble „Shoshana“, das mal temperamentvolle, mal melancholische Klezmer-Musik darbietet.

Wem dieses Jahr die Bernhard-Kleinhans-Plakette verliehen wird, daraus machte der Arbeitskreis wie stets ein großes Geheimnis. Erneut hat sich Basilius Kleinhans in die alte Werkstatt seines Vaters begeben und aus einem Teil des Nachlasses ein Unikat gefertigt. Die Laudatio auf den Preisträger hält Pastor Walter Gröne aus Drensteinfurt.

Weiter geht es am Mittwoch, 8. März, um 19 Uhr mit einem Vortrag zum Thema „‚Displaced Persons‘ nach dem Zweiten Weltkrieg“. Anna Andlauer berichtet von ihren Forschungen über traumatisierte Kinder und Jugendliche, die nach dem Krieg ein vorläufiges Zuhause in einem bayrischen Kloster fanden.

Filmabend

In Kooperation mit dem Cinema Ahlen und der VHS wird am Freitag, 10. März, um 19 Uhr der Thriller „Remember“ gezeigt. Er behandelt die Geschichte von Zev, der im Altersheim erfährt, dass der KZ-Aufseher, der vor mehr als 70 Jahren seine Familie ermordet hat, noch lebt...

Mit einer Abschlussandacht geht die „Woche der Brüderlichkeit“ am Sonntag, 12. März, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin zu Ende. „Hier werden alle Elemente der Woche aufgegriffen“, so Gerd Wilpert. Die musikalische Gestaltung übernimmt die Gruppe „Saitenwind“.

Bis auf die Andacht finden alle Veranstaltungen im Haus Siekmann statt. Lediglich für den Filmabend wird ein Eintritt von 6 Euro (ermäßigt 4 Euro) erhoben.

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Beitrag von: Nicole Evering
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