Eine Schule, zwei StandorteSamstag, 12. Mai 2012

Die Bürgermeister Paul Berlage und Berthold Streffing sowie Fachbereichsleiter Jürgen Mai haben die Vereinbarung ausgearbeitet. Foto Evering

SENDENHORST/DRENSTEINFURT Die Christ-König-Schule soll in Zukunft zwei Standorte haben – einen an der Sendenhorster Straße in Drensteinfurt und einen am Teigelkamp in Sendenhorst. Eine solche Vereinbarung wollen die Nachbarstädte schließen, die Bezirksregierung Münster hat bereits ihre Zustimmung signalisiert.

In den vergangenen Monaten hat bei den Sendenhorster Hauptschülern und ihren Eltern Sorge geherrscht. Kann die Beschulung an der Teigelkamp-Hauptschule, deren Auflösung beschlossene Sache ist, bis zum Ende sichergestellt werden? Denn durch das langsame Auslaufen der Schule stünden von Jahr zu Jahr immer weniger Lehrer zur Verfügung.

Für dieses Problem haben die Nachbarstädte Sendenhorst und Drensteinfurt nun eine „kreative und ungewöhnliche“ Lösung gefunden, wie Stewwerts Bürgermeister Paul Berlage es gestern formulierte.

Details ausarbeiten

Die Details müssen noch ausgearbeitet werden, aber grundsätzlich soll die Zusammenarbeit folgende Auswirkungen für die Sendenhorster Schüler haben:

• Die Teigelkampschule wird bereits zum Ende dieses Schuljahres aufgelöst. Der Name hört auf zu existieren.
• Alle Teigelkamp-Schüler haben die Möglichkeit, an die Christ-König-Schule in Drensteinfurt zu wechseln.
• Die Christ-König-Schule soll dafür einen zweiten Standort in Sendenhorst erhalten. Das Schulgebäude am Teigelkamp wird also weiterhin genutzt, es soll aber nur eine Schulleitung geben.
• Die jetzigen Fünftklässler werden ab dem nächsten Schuljahr am Standort in Drensteinfurt unterrichtet.
• Wo die heutigen Sechstklässler in Zukunft unterrichtet werden, hängt von der Gesamtschülerzahl des zukünftigen 7. Jahrgangs ab: Bei weniger als 60 Kindern werden zwei Klassen am Standort Drensteinfurt gebildet, bei mehr als 60 Kindern gibt es drei Klassen, von denen eine am Standort Sendenhorst beschult wird.
• Die jetzigen Jahrgänge 7, 8 und 9 verbleiben bis zum Schulabschluss am Teigelkamp in Sendenhorst.

Starker Partner

„Mit der Christ-König-Schule haben wir einen starken Partner gefunden“, so Sendenhorsts Bürgermeister Berthold Streffing, der jedoch betonte, dass die Kinder und Jugendlichen frei entscheiden könnten, auch auf eine andere Schule zu wechseln. Doch in einer Elternbefragung vor den Osterferien hatte sich herauskristallisiert, dass ein Wechsel zur Drensteinfurter Hauptschule mehrheitlich gewünscht wird. Und auch für Stewwert sei die Kooperation ein Gewinn, meinte Berlage. Denn so kann ein höheres Lehreraufkommen und damit eine bessere Differenzierung sichergestellt werden.

Detaillierter über das Konzept informiert werden Eltern und Schüler bei einer Schulvollversammlung am 21. Mai um 19 Uhr in der Sporthalle am Teigelkamp.

Nun müssen die Stadträte ihre Zustimmung geben. In Sendenhorst tagt der Schulausschuss am 16. Mai, der Rat am 28. Juni. In Drensteinfurt wird am 14. Juni und am 2. Juli konferiert. Abschließend muss die Bezirksregierung grünes Licht geben.

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Beitrag von: Nicole Evering
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