Geben und NehmenMittwoch, 15. März 2017

Muko-Chef Matthias Greifenberg (im Uhrzeigersinn), Renate He├čeler, Juliane Heffner (Awo-Ehrenamtskoordinatorin) und Jaqueline Arndt stellten den Flyer vor. Foto Evering

SENDENHORST „Müzik eglenceli hale getirir“ steht da auf dem neuen Flyer der Sendenhorster Musik- und Kulturschule (Muko). Wer türkisch spricht, weiß sogleich, worum es geht. Und genau das ist die Idee hinter diesem Projekt.

Auch auf arabisch, russisch und albanisch ist zu lesen, dass Musizieren einfach Spaß macht. Auf diesem Wege will die Muko insbesondere die Menschen ansprechen, die neu in die Vier-Türme-Stadt gezogen und der deutschen Sprache noch nicht mächtig sind. Ein kulturelles Geben und Nehmen soll sich entwickeln, die Muko will dabei Anlauf- und Schnittstelle sein.

„Es geht zum einen darum, den Geflüchteten die Möglichkeit zu geben, ihre landestypische Kultur auch hier zu pflegen“, erklärt Muko-Chef Matthias Greifenberg. Ein tolles Beispiel sei der Syrer Nadeem, der seit einiger Zeit regelmäßig mit seiner Oud im Sozialzentrum Albersloh musiziert und damit Menschen verschiedenster Herkunft begeistert. Auch die Konzertreihe „One World – One Stage“ in Kooperation mit der Schuhfabrik Ahlen sei ein toller Erfolg. Er habe schon Gespräche mit Einrichtungen aus anderen Kommunen geführt, die das Konzept gerne übernehmen möchten, so Greifenberg.

Bedarf ermitteln

Zum anderen wolle man den Zugezogenen auch „typisch deutsche“ Angebote näherbringen, etwa die „Musikalische Früherziehung“. „Wir wollen zunächst ermitteln, wo der Bedarf liegt, um daraus Kurse etwa mit Unterstützung von Dolmetschern zu realisieren“, erläutert Greifenberg. Mit dem „Gutschein zur Teilhabe“ könnten sich die Familien einen Teil der Kosten erstatten lassen.

Über den neuen Muko-Flyer, der gerade in fünf Sprachen und in Kooperation mit dem Kulturbüro „Stadt der Stimmen“ aufgelegt worden ist, können sich die Flüchtlinge selbst informieren. Doch ganz besonders setzt die Muko auf die Hilfe von Multiplikatoren. In der Flüchtlingsarbeit engagierte Vereine, Gruppen oder Paten, die Kenntnis davon haben, dass an bestimmten kulturellen Angeboten Interesse besteht, dürfen gerne unverbindlich Kontakt mit der Muko, Tel. (02526) 3782, E-Mail: info@muko-sendenhorst.de, aufnehmen.

Musikertreffen

Eine Idee wird schon in die Tat umgesetzt. Muko-Dozent Uwe Heinig und Omid Salehi laden zum offenen Musikertreffen für einheimische und geflüchtete junge Menschen ein – und zwar am Donnerstag, 4. Mai, um 14.30 Uhr in den Räumen der Muko (Auf der Geist 3). Instrumente, Noten und Musik dürfen mitgebracht werden. In lockerer Runde soll musiziert und sich ausgetauscht werden.

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Beitrag von: Nicole Evering
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