Trickserei in der K├╝cheSamstag, 23. Dezember 2017

Salzstreuer ausgerutscht? Wer eine Kartoffel zur Hand hat, kann daf├╝r sorgen, dass keiner der G├Ąste etwas merkt. Foto dpa

KREIS WARENDORF Ein unaufmerksamer Moment – und schon ist es passiert. In der Suppe ist zu viel Salz gelandet, der Weihnachtsbraten ist angebrannt oder die Soße ungenießbar.

Mit ein paar Tricks kann man solche kleinen Fehler allerdings schnell wieder „ausbügeln“. Gaby Schulze-Weppel, Vorstandsmitglied des Kreisverbands der Landfrauen, jedenfalls musste noch nie ein Gericht wegwerfen. Selbst die Gulaschsuppe nicht, die ihr im Einkocher angebrannt ist. „Ruckzuck raus aus dem Topf“, rät sie jedem, dem eine Suppe oder eine Soße am Topfboden angesetzt ist. Im neuen Gefäß kann es dann weitergehen mit der Zubereitung des Weihnachtsmenüs, eventuell hilft dann auch etwas Natron oder ein Extraschuss Sahne weiter.

Wenn die Soße tatsächlich nicht mehr genießbar ist, lässt sich mit Gemüse wie Möhren und Sellerie, sowie vielen Zwiebeln eine neue Basis herstellen. „Einfach scharf anbraten“, informiert sie, wie man die nötigen Röstaromen in die Plan-B-Soße zaubert.

Doch was ist, wenn es das Fleisch erwischt hat? Auch das würde Gaby Schulze-Weppel nicht zum Aufgeben zwingen. Schnell die schwarzen Stellen abschneiden und das Fleisch noch einmal anbraten. Dann merkt niemand etwas vom Fauxpas.

Die richtige Dosis

Die richtige Dosis Salz stellt für viele ein Problem dar. Der liebestrunkene Koch, dem ja sprichwörtlich häufiger mal der Salzstreuer ausrutscht, sollte immer eine Kartoffel zur Hand haben. Wer die in einer versalzenen Suppe mitkocht, kann den Geschmack etwas neutralisieren. In einer gebundenen Soße funktioniert dies auch, wenn man die Kartoffel hineinreibt. Ansonsten kann auch ein Plus an Sahne oder Kräutern helfen. „Kräuter heben den Geschmack an“, sagt Gaby Schulze-Weppel.

Wer sicher gehen möchte, dass das Weihnachtsessen gelingt, sollte übrigens genug Zeit einplanen. „Besser mal eine halbe Stunde früher aufstehen“, rät die Fachfrau und ergänzt: „Beim Kochen braucht man Zeit.“ Zudem sei wichtig, planvoll zu Werke zu gehen. „Erst anfangen, wenn man das Rezept wirklich verstanden hat“, empfiehlt Gaby Schulze-Weppel. Auch wenn das bedeutet, dass man es mehrfach lesen muss oder noch einen erfahrenen Koch anrufen muss...

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Silke Diecksmeier
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?
Dreingau Zeitung - Trickserei in der K├╝che