Guter Empfang wird teuerSamstag, 18. März 2017

Wer nicht in die Röhre gucken will, muss schnell handeln. Foto dpa

MÜNSTERLAND Das Antennenfernsehen wird am Mittwoch, 29. März, umgestellt: von DVB-T auf DVB-T2. Auch Münster ist betroffen, zumindest teilweise.

Derzeit lässt sich das Antennenfernsehen in der Domstadt auf zwei Wegen empfangen: mit einer Zimmerantenne über den „Sender Münster“ oder mit etwas mehr Aufwand und einer Dachantenne über den „Sender Dortmund“. Der Unterschied: „Der Sender Münster strahlt derzeit zwölf öffentlich-rechtliche Kanäle aus. Der Sender Dortmund tut das ebenfalls, sendet zusätzlich aber noch zwölf private Kanäle“, erklärt Veit Olischläger, Leiter des Projektbüros DVB-T2 HD Deutschland.

Welchen Sender die Nutzer beziehen, erkennen sie anhand einer groben Faustregel: Wer privates Fernsehen empfängt und eine Dachantenne gebraucht, der nutzt den „Sender Dortmund“. Wer nur die öffentlich-rechtlichen Kanäle sieht und eine Zimmerantenne hat, der greift auf den „Sender Münster“ zurück.

Bessere Qualität

Die Umstellung kommt auf beide Gruppen zu, nur der Zeitpunkt ist unterschiedlich. Denn der „Sender Dortmund“ wird bereits am 29. März  umgestellt. Der Vorteil: mehr Programme in besserer Qualität. Für den „Sender Münster“ erfolgt diese Modernisierung erst im Frühjahr 2018.

Um den Wechsel aber auch genießen zu können und nicht vor einem schwarzen Bildschirm zu sitzen, müssen die Nutzer handeln – und zwar bald. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder die Zuschauer steigen auf Kabel- oder Satellitenfernsehen um oder sie rüsten auf.  Zumindest dann, wenn ihr Fernseher nicht DVB-T2 tauglich ist. Bei modernen Fernsehern ist die Funktion oftmals schon eingebaut und an einem kleinen, grünen Aufkleber zu erkennen.

Alle, die jedoch ein älteres Gerät haben, müssen sich einen speziellen Receiver kaufen. Den gibt es ab 50 Euro im Handel. Zusätzliche Kosten entstehen künftig auch für das Privatfernsehen. Wer über den „Sender Dortmund“ weiterhin die privaten Kanäle empfangen will, der muss eine Gebühr von 69 Euro im Jahr an Freenet TV zahlen – für ein Entschlüsselungsmodul.

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Beitrag von: Dreingau Zeitung
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