Mehr Inhalt als VerpackungFreitag, 14. Februar 2014

Die Familie unterstützt Carsten Grawunder bei seiner Kandidatur. Foto Evering

DRENSTEINFURT Zunächst gab es nur ein Gesicht, jetzt kommt auch ein Programm hinzu: Carsten Grawunder will neuer Bürgermeister von Drensteinfurt werden. Was er für Stewwert erreichen möchte, hat er am Donnerstag in einem Pressegespräch vorgestellt.

„Mir kommt es mehr auf den Inhalt als auf die Verpackung an“, begründet der 46-Jährige, warum er als parteiloser Kandidat ins Rennen geht. Gestützt wird er von SPD und den Grünen, die CDU will ihre Arbeit mit Amtsinhaber Paul Berlage (parteilos) fortsetzen, die FDP hat sich noch nicht positioniert.

Was Carsten Grawunder wichtig ist, hat er in seinem Wahlprogramm zusammengefasst, das ab sofort auch online unter www.carsten-grawunder.de zu finden ist. Hier beschreibt der vierfache Familienvater aber nicht nur seine Wahlziele, sondern stellt sich auch als Privatperson vor. „Ich will ein Bürgermeister zum Anfassen sein“, betont er dabei. Die jüngeren Wähler will Grawunder ebenfalls ansprechen – und hat sich deshalb parallel ein Profil bei Facebook zugelegt.

Wichtige Themen

Natürlich sind ihm Themen wie Familienfreundlichkeit, die Attraktivität der Innenstadt, Energie- und Umweltfragen oder die Schulentwicklung wichtig. Er möchte die Ortsteile untereinander durch einen Bürgerbus stärker vernetzen, mehr bezahlbaren Wohnraum gerade für junge Leute schaffen und die Verkehrssicherheit stärker in den Fokus nehmen.

Den Amtshof, die seit Jahren ungenutzte Hofstelle im Herzen der Stadt, will Grawunder in einen Bio-Bauernhof, eine Wohn- und Arbeitsstätte für behinderte und nichtbehinderte Menschen, umwandeln. Erste Gespräche mit den Eigentümern hätten gezeigt, dass man seiner Idee offen gegenüberstehe, erklärt Grawunder. Der Amtshof solle so auch zu einem touristischen Anlaufziel werden.

Ähnliches hat Grawunder mit der Alten Molkerei im Gewerbegebiet Am Ladestrang vor. Eine Event-Location, in der Betriebsfeiern oder Hochzeiten stattfinden könnten, stellt er sich vor. „Dieses Areal in Bahnhofsnähe muss aufgewertet werden“, findet der Diplom-Verwaltungswirt.

Chefsache

Er wünscht sich mehr Gewerbe-, aber weniger neue Baugebiete. „Mit einer Wohnraumanalyse kann man feststellen, wo in der Stadt Häuser leerstehen.“ Das Thema Fracking – Grawunder ist Sprecher der Bürgerinitiative gegen Gasbohren (BIGG) in Drensteinfurt – will er, falls er ins Rathaus einzieht, zur Chefsache machen.

Sein Wahlkampfteam besteht aus acht Helfern. Gemeinsam erarbeitet man derzeit ein Konzept, wie das Programm am besten zu den Menschen kommt. „Ich will in alle Ortsteile gehen, mit Bürgern, Vereinen und Firmen sprechen“, unterstreicht der Kandidat. „Ich kann nicht erwarten, dass alle auf mich zukommen.“

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Beitrag von: Nicole Evering
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