Fit f√ľr den KlimawandelMittwoch, 25. Oktober 2017

Mit vielen Gästen wurde die Eröffnung des Wald-Klima-Pfades gefeiert. Foto Udo Zielke

RINKERODE Den Wald vor der eigenen Haustür noch intensiver als Erlebnisort kennen und schätzen lernen, ist jetzt in Rinkerode leicht möglich.

NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze Föcking eröffnete am Freitag den rund zwei Kilometer langen Wald-Klima-Lehrpfad in der Hohen Ward. „Das Zusammenspiel von Wald, Klima und Mensch wird auf Tafeln erläutert. Spaziergänger erfahren, was für Wälder im Klimawandel wichtig ist und wie wir sie darauf vorbereiten können“, so die Vorsitzende der Nabu-Naturschutzstation Münsterland am Haus Heidhorn, Dr. Britta Linnemann.

Der Lehrpfad wurde für das Projekt „Fit für den Klimawandel“ realisiert. Linnemann: „Die bislang feuchten bis nassen Wälder im Süden Münsters müssen sich an künftig länger anhaltende Trockenperioden in den Sommerhalbjahren anpassen.“ In Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW sollen neue Baumarten angepflanzt, Hochmoor-Torfgründe reaktiviert und Altholzbestände dauerhaft gesichert werden. Untersucht werden soll auch die Anpassungsfähigkeit der Eichen an die sich verändernden Umweltbedingungen.

Das Forschungsvorhaben im Wald wird von Land und Bund gefördert, Ministerin Schulze Föcking überreichte der Nabu-Station Münsterland die Auszeichnung „Fit für den Klimawandel“ als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“. Die Ministerin: „Gemeinsam mit den Waldeigentümern wollen wir die Wälder fit machen für neue Herausforderungen. Auch die Landwirte müssen als Verbündete gewonnen werden. Eine Natur, die nicht mehr intakt ist, hilft am Ende niemanden.“

20-jähriges Bestehen

Vor rund 100 Gästen feierte die Naturschutzstation zugleich ihr 20-jähriges Bestehen. Arbeitsschwerpunkte sind der Biotop- und Artenschutz, Landschaftspflege, Erfassung von Flora und Fauna, Umweltbildung, Naturtourismus und Beweidungsprojekte.

Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe dankte den Naturschützern: „Wir müssen die Natur noch viel mehr als Geschenk wahrnehmen.“ Wenn er mal im Ruhestand sei, könne er sich durchaus vorstellen, als ehrenamtlicher Helfer beim Nabu aktiv zu werden, sagte Lewe.

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Beitrag von: Helmut P. Etzkorn
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