HSG-Coach Reinhard Zimmer hat überlegt, als Trainer zurückzutreten. Heute sitzt er nicht auf der Bank. Foto: Timpe
DRENSTEINFURT Das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz und die zwölfte Niederlage in dieser Saison waren für Reinhard Zimmer, Trainer der HSG-Handballer, wohl zu viel. In dieser Woche hat er das Training nicht geleitet und überlegt, seinen Job als Coach zu quittieren.
„Ich werde am Samstag nicht auf der Bank sitzen, weil es so nicht weitergeht. Vielleicht bekommt die Mannschaft dadurch den richtigen Schub“, sagte Zimmer vor dem Heimspiel gegen den Tabellenvierten Münster 08. „Dann müssen wir jetzt zusehen, dass wir das Eisen alleine aus dem Feuer holen“, meinte HSG-Abteilungsleiterin Kathrin Bose, die am Donnerstag von der Entscheidung des Trainers erfahren hatte. In der nächsten Saison werde eine neuer Coach die Herren trainieren, teilte Bose mit. Der Grund: Die Mannschaft stünde nicht mehr komplett hinter Zimmer.
Das Hinspiel gegen Null-acht verloren die Drensteinfurter deutlich mit 29:39. Die Chancen auf einen Überraschungserfolg stehen bei der derzeitigen Situation wohl eher schlecht. Vielleicht hat Zimmer deshalb zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen. Immerhin sind die HSG-Herren in der Dreingau-Halle noch ungeschlagen. Alle vier Heimniederlagen gab es in Ascheberg.