Der Teich der Familie Thomas in Sendenhorst lässt sich besonders bei strahlendem Sonnenschein genießen. Foto Schmitz-Westphal
RINKERODE Jeder Garten ist so individuell wie sein Besitzer, jede Pflanze ein wenig anders. Anregungen und Tipps für eine perfekte Inszenierung des eigenen Gartens finden sich oftmals in direkter Nähe. In Rinkerode und Sendenhorst konnten am Wochenende insgesamt 15 solcher „Vorbilder“ besichtigt werden.
Um die Kommunikation zwischen Hobbygärtnern zu fördern, rief der Rinkeroder Heimatverein 2003 den Gartentag unter dem Motto „Übern Zaun geschaut“ ins Leben. Auch an diesem Sonntag radelten oder fuhren Gartenliebhaber trotz Regens und kühler Temperaturen zu den sieben teilnehmenden Besitzern. Der Routenplan mit Gartenbeschreibungen konnte morgens am Backhaus erworben werden.
Eine gut durchdachte Tour führte dann von großen, eher klassischen Blumenbeeten über einen Gemüsegarten mit Gewächshaus bis hin zu parkähnlichen Grünanlagen mit Teich und ausladenden Bäumen und Sträuchern. Eine große Kaffeetafel an der letzten Station bot die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Auch eine Grillstation mit Würstchen und Bier lud zum Verweilen ein.
Der Heimatverein bedankt sich bei allen Helfern und den Teilnehmern Dagmar Vosse, Agnes und Heinz Märtens, Elisabeth und Ferdi Bruns, Ulla und Helmut Hoffmann, Dagmar und Bernd Darmveld, Irmgard und Herbert Stolte sowie Heide Reichling für das Öffnen ihrer Gärten.
Bunte Beete
Die Sendenhorster Landfrauen konnten insgesamt acht Gartenbesitzer dafür gewinnen, ihre Pforten am Wochenende für Besucher zu öffnen. Eine 16 Kilometer lange Route führte die Blumenliebhaber zu den Stationen in und um Sendenhorst, die leicht mit dem Fahrrad oder Auto zu erreichen waren.
Dieses Angebot nahmen zahlreiche Besucher trotz des wechselhaften Wetters an.
Zwei Frauen aus Oelde begingen die Gärten mit großem Interesse, denn sie selbst hatten im vergangenen Jahr ihre Gärten an diesem Tag präsentiert. Sie fanden liebevoll gepflegte Grünflächen in den unterschiedlichsten Formen vor. Bunte Blumenbeete wurden stilvoll mit Tonkrügen dekoriert. Inmitten der Wiese rundet eine gemütliche Sitzgelegenheit das Flair ab.
Ruhe am Wasser
In vielen Sendenhorster Gärten fanden die Besucher auch die verschiedensten Teiche, teils mit, teils ohne Fischbestand. Mit Steinen umrundet und großen Pflanzen bestückt, genießen die Gartenbesitzer in der Stadt die Ruhe am Wasser.
Anders gestalten sich die Gärten auf dem Land. Hier werden eher Nutzpflanzen gehegt, die das ganze Jahr über Gemüse auf den eigenen Tisch bringen.
Eine Station führte die Besucher zum Natur- und Erlebnispfad des Hofes Schmetkamp. In diesem Naherholungsgebiet von Sendenhorst wurden in einzelnen Führungen die verschiedenen Baumbestände präsentiert, auch das Surren der Bienen am Bienenhaus begeisterte.