KREIS „Es ist gelungen, die Krise hinter uns zu lassen. Die Aussichten für eine Fortsetzung der positiven Entwicklung sind gut.“ Joachim Fahnemann ist zufrieden. Bei der Vorstellung des Jahresberichts der Agentur für Arbeit Ahlen hat der Geschäftsführer Bilanz gezogen und dabei keinen Zweifel daran gelassen, dass die Talfahrt vorbei ist.
Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache. Mit nur 5 Prozent lag die Arbeitslosenquote auf dem zweitniedrigsten Stand seit über zehn Jahren. Konkret waren im Jahr 2011 durchschnittlich 7881 Menschen im Kreis Warendorf ohne Arbeit, zu Jahresbeginn sind es noch fast 9000 gewesen.
Mit Blick auf den demografischen Wandel und den zukünftigen Bedarf an Fachkräften haben die Unternehmen in der Region insbesondere in punkto Ausbildung vorausschauend gehandelt. Mit 1932 Ausbildungsstellen sind es 231 Angebote mehr gewesen als noch 2010. Das ist ein Zuwachs von 13,6 Prozent. Die meisten Auszubildenden hatten einen Realschulabschluss.
Hohes Niveau
Auch die Arbeitskräftenachfrage bewegte sich auf hohem Niveau mit 1307 Stellen mehr als im Vorjahr. Von der positiven Entwicklung haben insbesondere gut ausgebildete und flexible Arbeitskräfte unter 25 Jahren profitiert. Noch nicht ausreichend partipizierten dagegen schwer behinderte Menschen und die Gruppe der 50- bis 65-Jährigen. „Unser Ziel ist es, ihnen wieder eine Perspektive zu geben“, erklärte Joachim Fahnemann, der bei dem aktuellen Fachkräftemangel gute Chancen auf Vermittlung sieht.
Fünf Millionen Euro hat die Agentur für Arbeit Ahlen in Maßnahmen zur Eingliederung und zur Förderung der beruflichen Weiterbildung investiert, davon sind rund 1,2 Millionen Euro in die Bildung geflossen.
Nachhaltige Unterstützung
„Für 2012 gehe ich weiterhin von einer positiven Entwicklung aus,“ wagt der Geschäftsführer einen Blick in die Zukunft. Weiterhin suchten Firmen verstärkt nach gut ausgebildetem Personal. „Wir müssen unseren Blick auf das gesamte Arbeitskräftepotenzial richten und auf dem Arbeitsmarkt nachhaltiger die Fachkräftesicherung unterstützen. Das gilt insbesondere für Menschen mit Migrationshintergrund, alleinerziehende Frauen, Menschen mit Behinderungen und Ältere“, hat er sich auf die Fahnen geschrieben.
Die Fusion mit der Agentur für Arbeit Münster rückt näher. Im Oktober wird darüber entschieden, wer die Leitung übernimmt.