Gemeinsam mit Straßenwärter Berthold Striethorst bestieg Landrat Dr. Olaf Gericke (l.) den „Salzberg“ im Beckumer Bauhof. Foto pr
KREIS „Wir sind für den Winter gerüstet“, so Ralph Menke, Leiter der Kreisbauhöfe beim Blick auf die Salzvorräte, die der Kreis in seinen Silos lagert. Nach den Erfahrungen der beiden zurückliegenden Winter, als die Streudienste nicht nur mit Schnee und Eis, sondern auch mit ausbleibenden Salzlieferungen zu kämpfen hatten, sorgt der Kreis in diesem Jahr vor.
„Insgesamt haben wir für den bevorstehenden Winter mehr als 1200 Tonnen Salz eingelagert. Das sind rund 300 Tonnen mehr als im vergangenen Winter. Damit werden wir über einen längeren Zeitraum mit extremen Witterungsbedingungen ohne Nachlieferung über die Runden kommen“, so Menke.
Zudem hat der Kreis Warendorf als weitere Sicherheit Zugriff auf eine neu angelegte landesweite Salzreserve. Fürs Münsterland wird diese in Saerbeck vorgehalten. „Dort können wir bei Bedarf kurzfristig weitere 1000 Tonnen Streusalz bekommen.“
Im Rekordwinter 2009/2010 wurden fast 1600 Tonnen Feuchtsalz gestreut – so viel wie noch nie. Auch im letzten Winter wurde mit rund 1400 Tonnen überdurchschnittlich viel Salz verbraucht.
15 Mitarbeiter, 50 Tonnen
Im Drensteinfurter Bauausschuss stand das Thema Winterdienst am Montag ebenfalls auf der Tagesordnung. Auf einen Antrag der Grünen hin hatte Bürgermeister Paul Berlage die wichtigsten Informationen zusammengefasst: In einem normalen Jahr verbraucht der städtische Bauhof etwa 30 bis 50 Tonnen Streusalz. 15 Mitarbeiter sind mit den Aufgaben des Winterdienstes betraut, sie kommen beim Streuen mit fünf bis zehn Gramm Salz pro Quadratmeter aus.
In diesem Jahr habe sich die Stadt erstmals an einer Ausschreibung des Landesbetriebs Straßen NRW beteiligt, heißt es in der Ausschussvorlage. Dabei wurde von der Verwaltung eine Zielmenge von 100 Tonnen angegeben, diese könne um bis zu 80 Prozent über- oder um bis zu 60 Prozent unterschritten werden, was jeweils ab 20 Prozent Abweichung zu erhöhten Kosten führen würde. Ein Problem mit der Streusalzversorgung dürfte sich in diesem Winter für Drensteinfurt also nicht ergeben.