Arbeitsagentur will die FusionMittwoch, 24. August 2011

Wollen eine mögliche Fusion der Arbeitsagenturen Münster und Ahlen positiv begleiten (v.l.): Joachim Fahnemann, Beate Kautzmann und Jochen Klein. Foto Knöpker

KREIS Heißes Wetter, heißes Thema: In einer Sondersitzung hat der Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Ahlen am Mittwochmittag über die angestrebte Fusion zwischen den Agenturen in Ahlen und Münster beraten. Obwohl sie nur ein Anhörungsrecht und keine Entscheidungsbefugnis haben, stehen die zwölf Ausschussmitglieder einstimmig hinter den Plänen der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Die plant, die Agenturen in Münster und Ahlen zum 1. Januar 2012 zusammenzulegen.

Ahlen als Hauptsitz

„Wir werden die Fusion positiv begleiten und unterstützen und wünschen uns natürlich, dass Ahlen Hauptsitz wird“, stellte Beate Kautzmann das Ergebnis der zweistündigen Sitzung vor. Dafür gebe es auch triftige Gründe. „Wir haben das Haus, wir haben das Know-How und selbst in Krisenzeiten gezeigt, dass wir Probleme auf dem Arbeitsmarkt lösen können.“ Beate Kautzmann ist Vorsitzende der IG Metall Oelde-Ahlen und vertritt die Arbeitnehmer-Interessen im Verwaltungsausschuss der Agentur für Arbeit Ahlen als Vorsitzende.

Die Stadt sei durch Produktion und Gewerbe geprägt, Münster durch Verwaltung, stellte auch Jochen Klein als alternierender Vorsitzender die Entscheidung für Ahlen als Hauptsitz in den Vordergrund. Der ländliche Raum könne so gestärkt werden. Zum Einzugsgebiet der Ahlener Arbeitsagentur gehören auch die Städte Drensteinfurt und Sendenhorst.

Joachim Fahnemann, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Ahlen, stellte einmal mehr klar, dass die Arbeitslosen und Arbeitgeber von der Fusion nicht betroffen sind. „Sie werden wie in der Vergangenheit von ihren persönlichen Sachbearbeitern kompetent betreut.“ In Zeiten rückläufiger Arbeitslosenzahlen mache die Umstrukturierung Sinn. Davon betroffen seien lediglich verwaltungstechnische Aufgaben wie die Berechnung des Arbeitslosengeldes und Fortbildungen. „Da können beide Agenturen profitieren“, so Fahnemann.

Je 200 Mitarbeiter

Eine deutliche Absage erteilte er den von der Politik geäußerten Befürchtungen nach Arbeitplatzabbau. Den werde es definitiv nicht geben. Lediglich in der Führungsetage könne es einen Wechsel geben. Es werde nach der Fusion nur noch einen Geschäftsführer und einen Verwaltungsausschuss mit zwölf Mitgliedern geben, kündigte er an. In den Agenturen Ahlen und Münster gibt es jeweils 200 Beschäftigte.

Die Agentur Münster wird ihre Stellungnahme zur möglichen Fusion Ende August abgeben, die endgültige Entscheidung fällt der Vorstand der Bundesagentur in Nürnberg am 24. September.

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Beitrag von: Angelika Knöpker
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