„Nein, das darfst du nicht“Freitag, 19. Februar 2016

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (v.l.) und die Polizisten Wolfgang Oster, Ulrich Kinitz und Martin Pollmann stellten die Unfallstatistik vor. Foto Bitting

KREIS COESFELD Mal eben schnell aufs Handy geguckt. „Das darf ich doch“, sagen sich wohl viele Autofahrer. „Nein, das darfst du nicht“, entgegnet Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr entschieden.

Die Ablenkung am Steuer war ein Thema bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2015 am Montag in der Kreispolizeibehörde in Coesfeld.

So ein Verhalten dürfe nicht toleriert werden, fuhr Schulze Pellengahr fort. Deshalb solle in diesem Jahr der Kontrolldruck deutlich erhöht werden. „Wir kämpfen da gegen ein konditioniertes Verhalten“, sagt Ulrich Kinitz, Direktionsleiter des Bereiches Gefahrenabwehr/Einsatz bei der Kreispolizeibehörde. Heißt: Viele Menschen greifen automatisch zum Handy, sobald es bimmelt. Wenn man ein Telefonat dringend führen muss, solle man anhalten. Denn: Die Ablenkung am Steuer ist kein Kavaliersdelikt. Wer mit Handy am Ohr erwischt wird, muss mit mindestens 40 Euro und einem Punkt rechnen. „Viel zu billig“, findet Polizei-Pressesprecher Martin Pollmann.

Positiver Trend

Viele Zahlen in der Verkehrsunfallstatistik des Kreises haben sich jedoch zum Positiven entwickelt. Im Vergleich zu 2014 wurden in 2015 nur neun Menschen im Straßenverkehr getötet, im Jahr zuvor waren es 18. Die Anzahl der Unfälle befindet sich mit 5316 ungefähr im Zehn-Jahres-Schnitt. Bei den Schwerverletzten sank die Zahl von 240 auf 202.

In Ascheberg wurde 2015 insgesamt 90 Unfälle (2014: 110) registriert. Die Zahl der Verletzten sank von 63 auf 53. Eine Autofahrerin kam ums Leben, 19 Verkehrsteilnehmer (27) wurden schwer, 34 (36) leicht verletzt.

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Beitrag von: Alexander Bitting
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