Mit vereinten Kr├ĄftenDienstag, 15. Dezember 2015

Thomas Bleiker (Jobcenter, oben l. im Uhrzeigersinn), Detlef Sch├╝tt (Kreis), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, Johann Meiners (Arbeitsagentur) bei der Unterzeichnung. Foto Schl├╝ter

KREIS COESFELD Es ist eher ein virtuelles Konstrukt als ein echter Platz. Der „Integration Point“ im Kreis Coesfeld soll helfen, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt einzugliedern.

Die Trennung der Rechtskreise ist eigentlich eindeutig: Die Kommunen sind erste Anlaufstellen für die Flüchtlinge; bis zum endgültigen Aufenthaltsrecht fallen diese dann in den Beritt der Agentur für Arbeit. Danach geht die Zuständigkeit wieder an das Jobcenter über.

Der „Integration Point“ soll den unbürokratischen Austausch von Informationen und Hilfsangeboten zwischen Kreis und Arbeitsagentur fördern.

Vereinbarung unterzeichnet

Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr und Agenturleiter Johann Meiners unterschrieben nun die entsprechende Vereinbarung. Drei neue Mitarbeiter sind für die Vermittlung bei der Agentur eingestellt worden. Die Idee dahinter: möglichst wenig Zeit ungenutzt lassen, um Flüchtlinge fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Ausgewählt werden muss, denn für gut 3000 Flüchtlinge kreisweit stehen 100 Plätze im Integrationsprogramm zur Verfügung.

„Die Zahl reduziert sich aber automatisch, wenn man sich auf die Flüchtlinge konzentriert, die höchstwahrscheinlich hierbleiben“, erläutert Detlef Schütt, Fachbereichsleiter Arbeit und Soziales beim Kreis.

Die Kommunen erstellen zunächst ein Profil der einzelnen Flüchtlinge und geben dieses dann an die Agentur für Arbeit weiter. „Es ist wichtig, erstmal überhaupt an die Menschen heranzukommen, die sich bei uns in den Arbeitsmarkt integrieren lassen“, betont Meiners.

Qualifizierte Fachkräfte

Wobei die Erwartungen nicht zu hoch liegen sollten. Häufig stehe ganz am Anfang die Vermittlung grundlegender Sprachkenntnisse, häufig müsse auf Basis vorhandener Abschlüsse fortgebildet werden. Nur äußerst selten seien die Flüchtlinge bereits qualifizierte Fachkräfte. „Den berühmten syrischen Arzt gibt es eigentlich kaum“, stützt auch Schulze Pellengahr die Aussage.

Positive Rückmeldungen verzeichnet der Landrat bereits aus der Unternehmerschaft: „Wir haben unglaublich viele Betriebe, die sich vorstellen können, Flüchtlingen ein Angebot zu unterbreiten.“ Überhaupt sei das soziale Engagement im Kreis sehr hoch.

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Beitrag von: Alexandra Sch├Ąfer
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