Vorbildliches VerhaltenMittwoch, 05. April 2017

Kerstin Kämmerer will mit der „Baumsparkarte“ etwas für die Umwelt tun. Foto Evering

DRENSTEINFURT Immer mehr Geschäfte nehmen mittlerweile Geld für Plastiktüten – oder verzichten sogar ganz auf deren Abgabe an die Kunden. Noch einen Schritt weiter geht die Drensteinfurter Wagenfeld-Apotheke.

Hier hat Inhaberin Kerstin Kämmerer nämlich kürzlich die „Baumsparkarte“ eingeführt. „Diese ist keine klassische Bonuskarte. Sie belohnt nicht den Einkauf selbst, sondern das vorbildliche Einkaufsverhalten“, erklärt die Apothekerin.

Wie umweltbelastend Plastiktüten sein können, zeigen erschreckende Bilder von verschmutzten Landschaften und schwimmenden Plastikteppichen auf unseren Ozeanen. Trotzdem werden weltweit jedes Jahr mehr als eine Billion Plastiktüten verbraucht, in Deutschland über sechs Milliarden. An diesen Zahlen kann man sehen, dass Aufklärung allein nicht in der Lage ist, das Einkaufsverhalten grundlegend zu ändern.

An einer erfrischend neuen Idee, wie man mehr Menschen zum Gebrauch von Mehrwegtaschen motivieren kann, beteiligt sich nun auch die Wagenfeld-Apotheke. Schon seit mehr als einem Jahr habe man keine neuen Plastiktüten mehr geordert und seitdem nur noch die Restbestände an die Kunden herausgegeben. Seit zwei Wochen liegen nun die „Baumsparkarten“ in den Räumen an der Wagenfeldstraße aus. „Und etwa 90 Prozent unserer Kunden stecken sich auch eine ein“, weiß Kerstin Kämmerer von einer durchweg positiven Resonanz zu berichten.

Zehn Stempel

Im Geldbeutel platziert, erinnert die Karte regelmäßig daran, auf Plastiktüten zu verzichten und stattdessen Mehrwegtaschen mitzunehmen. Für jeden Einkauf in der Drensteinfurter Apotheke, bei dem keine neue Tüte benötigt wird, erhält man einen Stempel. Ist die Karte mit zehn Stempeln voll, pflanzt die Wagenfeld-Apotheke gemeinsam mit der Kinder- und Jugendinitiative „Plant-for-the-Planet“ einen Baum.

Hier ist Kerstin Kämmerer in Vorleistung gegangen. „Wir haben bereits 50 neue Bäume gespendet. Die Zertifikate geben wir dann an die Kunden mit einer vollgestempelten ‚Baumsparkarte‘ weiter“, erklärt sie. So weit sei man nach zwei Wochen zwar noch nicht, „aber es gibt schon Karten mit fünf oder sechs Stempeln“, so die Apothekerin. Nur noch eine Frage der Zeit also, bis die ersten Urkunden den Besitzer wechseln.

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Beitrag von: Nicole Evering
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