„Tante Emma schlägt zurück“Mittwoch, 04. Mai 2011

Prof. Dr. Hendrik Schröder zeigte Zukunftsperspektiven auf. Foto Puente

DRENSTEINFURT Der Spruch „Handel ist Wandel“ klinge zwar abgedroschen, sei aber immer noch aktuell, erklärte Ute Homann, Wirtschaftsförderin der Stadt Drensteinfurt, am Dienstagabend in der Alten Post den rund 60 Anwesenden aus lokaler Kaufmannschaft und Politik.

In seinem Vortrag „Statt Einkaufszentrum, Einkaufszentrum Stadt“, zu dem die IG Werbung und die Stadt eingeladen hatten, zeigte Handelsexperte Prof. Dr. Hendrik Schröder von der Uni Duisburg-Essen die Veränderungen im Handel der vergangenen Jahre auf und stellte mögliche Lösungen zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Drensteinfurt vor.

Eine Vielzahl neuer Produkte, viermal mehr Einkaufszentren als noch vor 20 Jahren, Versandhandel und Discounterpreise: Dies seien nur einige der Entwicklungen, die gerade Einzelhändlern und Gastwirten wie denen in Stewwert die Kundenfrequenz vermiesen würden.

Erwartungen der Kunden

Schröder forderte von der Kaufmannschaft: „Sie müssen sich fragen: Wer sind wir, und wie werden wir wahrgenommen?“. Ein erfolgreiches Handelsentwicklungs- und Förderungskonzept müsse auf der Frage basieren: „Welche Erwartungen hat der Kunde?“. Unter dem Motto „Tante Emma schlägt zurück“ sei eine Renaissance der Innenstädte möglich, jedoch nur wenn man in der Lage sei, sich zeitgemäßen Veränderungen anzupassen, ohne den individuellen Charakter der Kleinstadt aufzugeben.

Das Ausprobieren mit allen Sinnen sei etwa ein wirkungsvoller Motivationsfaktor für Kunden. Außerdem müssten Tradition und Nähe gezielt eingesetzt werden, um dem Kunden kompetente Beratung, Vertrauen und Diskretion zu vermitteln.

Als Ganzes vermarkten

Damit das „Produkt Stadt“ wirkungsvoll als Ganzes vermarktet werden könne, schlug Schröder außerdem vor, den Internetauftritt der Stadt übersichtlicher, prägnanter und reizgesteuerter zu gestalten. Gerade potenziellen Besuchern von außerhalb müsse die Möglichkeit gegeben sein, sich auf einschlägigen Bewertungsplattformen vorher ein Bild des Angebotes und der Daten zu den einzelnen Geschäften zu machen. Die eigene Seite der IG Werbung solle zudem stärker beworben werden, um Aktionen wie das Sommer-Feeling am Sonntag regional bekannter zu machen.

„Wir sind natürlich nicht gerade das Mekka für Einzelhändler“, kommentierte IG-Vorsitzender Thomas Volkmar, „aber die Idee eines virtuellen Stadtplanes ist sicherlich gut.“

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Concha Puente
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?
Dreingau Zeitung - „Tante Emma schlägt zurück“