Gut eingelebtDonnerstag, 09. März 2017

Dominik Escherlor (l.) fühlt sich in Peru sehr wohl. Foto pr

DRENSTEINFURT Seit August ist Dominik Escherlor ehrenamtlich in Peru im Einsatz (DZ berichtete). Vor Ort will er etwas zur Bildung von Kindern und Jugendlichen beitragen. Aber auch eine andere Kultur und viele neue Menschen kennenlernen. Nun schildert er seine ersten Erfahrungen.

Mittlerweile hat der 19-Jährige sich gut eingelebt und geht voll in seinem Bibliotheksprojekt auf. Die Kinder dort überhäuften die Neuankömmlinge zunächst mit Fragen. „Das stellte mich und mein Spanisch vor die erste Herausforderung. Ich wurde fast immer fünf bis zehn Jahre älter geschätzt“, erzählt Dominik Escherlor.

Am Anfang habe er sich erst daran gewöhnen müssen, mit „Professor“ angesprochen zu werden, schließlich habe er selbst doch gerade erst die Schule beendet. Inzwischen ist Dominik Escherlor unter anderem für die Hausaufgabenhilfe zuständig. „Das hört sich leichter an, als es ist – Wurzeln ohne Taschenrechner zu ziehen, ist schon nicht einfach.“ Auch  die Rechenwege seien nicht immer mit denen identisch, die er aus Deutschland kennt. „Also habe ich nach ‚Dienstschluss‘ gegen 20 Uhr erstmal selbst Mathe gepaukt“, berichtet er.

So viele Namen

Mehr als 200 Kinder und Jugendliche kommen insgesamt in die Bibliothek. „Sich alle Namen zu merken, ist nicht so einfach, auch, weil es  sehr viele Zwillinge gibt. Ich warte eigentlich immer nur darauf, dass sie die Kleidung tauschen oder die Frisuren ändern, um mich zu täuschen“, erzählt der 19-Jährige.

Nachdem er anfangs nur assistieren durfte, leitet er inzwischen seine eigenen Workshops – und das mit großem Spaß. Vor allem, weil es immer wieder neue Herausforderungen zu meistern gibt. Wie beim Basketball. „Es gibt zum einen kein richtiges Basketballfeld, zum anderen sind es zu viele Kinder, um alle ins Spiel zu integrieren.“

Schon sehr verbessert

Und was macht Dominik Escherlor in seiner Freizeit? „Am Wochenende besuche ich manchmal die anderen Freiwilligen.“ Gemeinsam hätten sie bereits Arequipa, Paracas und die Oase Huacachina besichtigt. Durch Freundschaften mit Peruanern habe sich sein Spanisch sehr verbessert.

An Weihnachten habe ihm die Adventszeit mit Weihnachtsmarkt und geschmückten Wohnungen gefehlt. Aber der Heilige Abend, den er bei einer befreundeten peruanischen Familie verbracht habe, sei sehr schön, wenn auch ganz anders als in Deutschland gewesen.

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Beitrag von: Dreingau Zeitung
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