Grüner Teppich ist bereitetSamstag, 19. August 2017

Die Helfer um Vorsitzenden Klaus Storck (r.) und den dritten Vorsitzenden Paul Fels (6.v.r.) bilden eine eingespielte Truppe. Foto Evering

DRENSTEINFURT Sie sitzen am Wettschalter, fahren den Startwagen, schenken Kaffee aus, weisen die Autos ein, kassieren Eintritt, sorgen für Sicherheit: Etwa 170 Menschen, davon viele ehrenamtlich, sind am Sonntag wieder im Einsatz, um den Renntag zu einer rundum gelungenen Veranstaltung zu machen.

Und ganz viel geschieht auch schon im Vorfeld, hinter den Kulissen. Davon bekommt der Otto-Normal-Besucher gar nichts mit.

Eine Woche vor dem Renntag sind die Vorbereitungen auf ihrem Höhepunkt angelangt. Es ist Montagmorgen. Etwa 15 Helfer sind den ganzen Tag im Erlfeld unterwegs, um die Rennbahn zu präparieren. Denn was sonst eine städtische Grünfläche ist, die vornehmlich vom örtlichen Fußballverein genutzt wird, muss für einen Tag im Jahr in eine Trabrennbahn verwandelt werden. Das Wetter spielt mit, sodass die Mitarbeiter des Bauhofes keine Probleme beim letztmaligen Mähen der Wiese vor dem Event haben.

Begrenzungspfeiler

„Bis Sonntag richtet sich das Gras wieder auf, dann laufen die Pferde wie auf einem grünen Teppich“, sagt Paul Fels schmunzelnd und streicht mit der Hand über den Rasen. Der dritte Vorsitzende des Rennvereins hat alles im Blick – und den ganz wichtigen Plan in der Hand. Dieser weist alle Abstände und Fixpunkte aus, anhand derer die Begrenzungspfeiler der 14 Meter breiten und 200 Meter langen Rennbahn in die Erde geschlagen werden. „Seit einigen Jahren entfernen wir die Pfähle nach jedem Renntag. So lässt sich das Grün besser pflegen, und auch die Fußballer haben mehr Platz“, weiß Fels. Das bedeutet aber auch, dass sie jedes Jahr aufs Neue aufgestellt werden müssen – 400 insgesamt, alle fünf Meter einer, auf der Innenbahn sogar in geringeren Abständen. Der Trecker bohrt Löcher und hilft, das Metall fest im Boden zu verankern. Innen geht‘s per Hand, da sind die Pfeiler weicher, beweglicher, „damit sich die Pferde im Falle eines Sturzes nicht verletzen“, erklärt Paul Fels.

Letzte Reparaturen

Schon vor drei Wochen hat der Rennverein die heiße Phase der Vorbereitung eingeläutet. „Bei uns ist nach dem Renntag ja gleichzeitig auch vor dem Renntag“, betont Fels, dass die Organisation sich eigentlich durch das ganze Jahr zieht. Aber letzte Reparaturen und Anschaffungen werden erst kurz vorher erledigt: Sind noch alle Tische und Bänke in gutem Zustand? Müssen neue Schilder besorgt werden? Und auch die zahlreichen Werbebanner und Plakate wollen einen schönen Platz haben, um am 20. August viele Gäste nach Drensteinfurt zu locken.

Am Freitag stehen dann noch einmal etwa 25 Helfer bereit, um Zelte, Pavillons und Kassenhäuschen aufzubauen. Die Imbissstände und Ü-Wagen für die Übertragung der Rennen in die Wettbüros kommen am Samstag an. Und dann ist der Boden bereitet – für einen hoffentlich gelungenen Renntag in Drensteinfurt.

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Beitrag von: Nicole Evering
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