Neuer „Dorfsheriff“ für Rinkerode und Albersloh ist Polizeihauptkommissar Alfons Lakenbrink (2.v.l.). Foto Evering
RINKERODE/ALBERSLOH Der Kreis Warendorf hat rund 280000 Einwohner – und nun auch wieder 28 Bezirksbeamte. Die Vakanz in Rinkerode und Albersloh nach der Versetzung von Rudi Terberl hat ein Ende. Neuer „Dorfsheriff“ ist Polizeihauptkommissar Alfons Lakenbrink, der den Dienst vor Ort seit Oktober 2011 schon übergangsweise übernommen hat.
Offiziell vorgestellt wurde Lakenbrink gestern in der Polizeiwache Ahlen – quasi auf „neutralem“ Boden, da der neue Bezirksbeamte ja gemeindeübergreifend tätig ist. Im Kreis Warendorf ist diese Regelung für die beiden Ortsteile übrigens einzigartig. Neben Landrat Dr. Olaf Gericke war auch Drensteinfurts Bürgermeister Paul Berlage zum Termin erschienen, sein Sendenhorster Pendant war terminlich verhindert.
„Ich möchte hier noch einmal bekräftigen, wie wichtig ein Bezirksbeamter gerade für kleinere Orte ist“, betonte Berlage. Er sei in den vergangenen Monaten häufig angesprochen worden, ob es denn einen Nachfolger für Rudi Terberl geben werde. Der war im Mai in die Fußstapfen des Sendenhorster „Dorfsheriffs“ Peter Nussbaum getreten. Nun haben die Rinkeroder und Albersloher also endlich wieder einen festen Ansprechpartner, wenn es um die Schulwegsicherung, Ruhestörungen oder schlimmere Straftaten geht.
Regelung funktioniert
Die gemeindeübergreifende Regelung, so Berlage, habe schon mit Rudi Terberl sehr gut funktioniert. Und dies werde auch mit dem neuen „Dorfsheriff“ so sein.
Der heute 59-jährige Alfons Lakenbrink hat zunächst eine Lehre als Bauschlosser gemacht und war anschließend vier Jahre bei der Bundeswehr. 1977 wurde er Polizeivollzugsbeamter und war zunächst in Münster tätig. Seit 1980 arbeitet er in der Polizeiwache Ahlen. Mit dem Posten als Bezirksbeamter für Rinkerode und Albersloh erwartet den Ahlener nun eine neue Herausforderung.
„Herr Lakenbrink ist ein Urgestein unserer Polizeibehörde, er kennt Land und Leute“, lobte der Landrat den Beamten. Es sei gut, dass der Bezirk nun wieder besetzt sei, so komme je ein „Dorfsheriff“ auf rund 10000 Bürger.
Handzettel-Aktion geplant
Konkrete Pläne für seine zukünftige Tätigkeit hat Alfons Lakenbrink auch schon. „Ich arbeite eng mit dem Ordnungsamt der Stadt Drensteinfurt zusammen. Für März planen wir eine Handzettel-Aktion in den verkehrsberuhigten Bereichen Rinkerodes, um die Autofahrer verstärkt auf spielende Kinder hinzuweisen.“ In Albersloh und Sendenhorst, wo Lakenbrink auch das Büro von Rudi Terberl an der Schulstraße mitnutzt, steht in den nächsten Wochen besonders das Thema „Gewalt und Mobbing an Schulen“ im Mittelpunkt. Hier seien in Zusammenarbeit mit Karina Cajo von der Kreispolizei Warendorf Vorträge geplant.
Kontakt: Rinkerode: Verwaltungsnebenstelle (Mägdestiege 8), Mi. von 15 bis 17 Uhr, Tel. (02538) 8142 und (0172) 5355924; Albersloh: Verwaltungsnebenstelle (Bahnhofstraße 1), Do. von 9 bis 11 Uhr sowie am ersten Sa. im Monat von 9 bis 11 Uhr, Tel.(02535) 8150 und (0172) 5355924.