Frisch renovierte RäumeDienstag, 14. November 2017

Frisch renoviert steht das Jugendheim wieder den Vereinen und Institutionen zur Verfügung. Foto Moritz

RINKERODE Nach einigen Verzögerungen ist es nun endlich soweit: Das Rinkeroder Jugendheim steht ab sofort wieder als Veranstaltungszentrum zur Verfügung.

Nachdem es rund zwei Jahre als Flüchtlingsunterkunft genutzt worden ist, wurde es nach umfangreichen Renovierungsarbeiten am Freitagnachmittag offiziell den Gruppen, Vereinen und Institutionen übergeben. Dazu waren neben den Vertretern der Verwaltung auch Gäste aus der Politik erschienen, um die Räumlichkeiten zu besichtigen.

„Im August 2015 hatten wir eine derartige Unterbringungsnot, dass wir sehr kurzfristig auch das Jugendheim umfunktionieren mussten. Das ging relativ reibungslos“, blickte Bürgermeister Carsten Grawunder zurück und dankte den damals davon betroffenen Nutzern nochmals für ihr Verständnis. Man habe damals nicht abschätzen können, wie lange das Jugendheim für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen benötigt werden würde. Er hoffe, dass insbesondere die Rinkeroder Jugendarbeit, die dadurch „etwas zurückstehen musste“, nicht längerfristig darunter leiden werde.

Nutzungskonzept

Rüdiger Pieck, Leiter des Drensteinfurter Kulturbahnhofs, ist nun gemeinsam mit seinem Team auch für das Rinkeroder Jugendheim verantwortlich. Er erläuterte das Nutzungs- und Raumkonzept, das Ende Juni vom Sozialausschuss beschlossen worden war. Dabei sollen einige Gruppen Vorrang vor anderen haben. Konkret heißt das: Der große Raum im Erdgeschoss steht in erster Linie dem Ortsjugendring für das Kindercafé und den Fußballtreff zur Verfügung. Zweite Priorität wird dort die Flüchtlingsinitiative haben, die das Ladenlokal am Weitkamp aufgibt. Die beiden Gruppenräume im Obergeschoss werden wie bisher vor allem von Feuerwehr und Kolpingsfamilie genutzt. Aber auch alle anderen örtlichen Gruppen und Vereine können dort kostenfrei ihre Treffen abhalten. Als neue Nutzer dieser beiden Gebäudebereiche kommen die Volkshochschule und die Musikschule Beckum-Warendorf hinzu.

Die Räume wurden mit einem neuen Bodenbelag versehen, und die Wände wurden frisch gestrichen. Die vorhandenen Tische sollen in Kürze durch Klapptische ersetzt werden, damit etwa auch Bewegungsgruppen unkompliziert genug Platz für sich schaffen können. Anstelle der Küche im Obergeschoss gibt es eine solche, farbenfroh gestaltete nun hinter der Theke des großen Raums im Erdgeschoss. Bald sollen in diesem Raum auch wieder Kicker- und Billardtisch stehen.

Schlüsselausgabe

An regelmäßige Nutzer des kommunalen Gebäudes mitten im Davertdorf werden Schlüssel ausgegeben. Alle anderen müssen hingegen ihren Bedarf beim Team des Kulturbahnhofs anmelden, wobei ein online verfügbarer Belegungsplan helfen soll. Anschließend können sie einen Schlüssel in der Verwaltungsnebenstelle abholen.

Der Anmietung des Jugendheims für private Zwecke sind enge Grenzen gesetzt. Ausschließlich für Kindergeburtstage von Kindern bis 13 Jahre wird dies gestattet. Die Gebühr wird sich an der des Kulturbahnhofs orientieren. Dort liegt sie aktuell bei 25 Euro. Die Nutzung für Familienfeiern wie etwa für eine Kinderkommunion sei hingegen nicht möglich, machte Pieck klar. Auch für private Partys stehen die Räumlichkeiten nicht mehr zur Verfügung, nicht zuletzt wegen der damit verbundenen Lärmbelästigung.

Ein dritter Gebäudetrakt mit separatem Eingang ist vielen Rinkerodern noch als Kindergruppenraum „Hänschen Klein“ ein Begriff. Dieser wird künftig zum einen vom Familienzentrum St. Pankratius als Elterncafé genutzt. Zum anderen sollen dort die Sprechstunden des Ortsvorstehers und Bürgermeisters abgehalten werden. Zu den dort aktuell noch laufenden Renovierungsarbeiten kommt noch der Bau einer Rampe, so dass ein barrierefreier Zugang geschaffen wird.

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Beitrag von: Birte Moritz
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