Exklusiver GenussMittwoch, 08. November 2017

Andreas Beulting (Nabu), Bernadette Lohmann (Hotel Lohmann) und Franz-Josef Sch├╝tte (Gasthaus Eickholt, v.l.) laden zur ";Auerochsen-Woche"; ein. Foto Evering

RINKERODE/DAVENSBERG Wildpferde und Heckrinder, die Nachfahren der Auerochsen, sind Hunderte Jahre nach ihrer Ausrottung ins Münsterland zurückgekehrt. Auf fünf Flächen in der Emsaue, der Davert und bei Beckum züchtet die Nabu-Naturschutzstation diese robusten Tiere, die das ganze Jahr über mehr oder weniger sich selbst überlassen sind. Nur im tiefsten Winter wird zugefüttert. Ansonsten: alles bio.

Damit die Herden nicht zu groß werden, müssen regelmäßig Tiere verkauft, mit anderen Zuchtgebieten getauscht oder geschossen und dann verwertet werden. Bei Kennern ist das qualitativ hochwertige Fleisch sehr beliebt, weshalb die einmal im Jahr stattfindende „Auerochsen-Woche“ aus dem Kalender der örtlichen Gastronomen nicht mehr wegzudenken ist. Vom 11. bis 19. November ist es wieder soweit – zum nunmehr achten Mal und etwas später als gewohnt, wegen der gerade zu Ende gegangenen Ferien.

Insgesamt sechs Restaurants im Münsterland haben das schmackhafte Fleisch dann auf ihrer Speisekarte, unter anderem das Hotel-Restaurant Lohmann in Rinkerode und das Gasthaus Eickholt in Davensberg. Burger, Steaks, Bratwurst, Rouladen und Gulasch, aber auch Leber und Zunge können die Gäste verkosten – solange der Vorrat reicht.

Alles verwerten

„Wir geben immer nur halbe Tiere ab“, erklärt Nabu-Mitarbeiter Andreas Beulting, dass möglichst alle Bestandteile der Rinder verwertet werden sollen. Denn im Vordergrund stehe immer der Gedanke, das Naturschutzprojekt in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen. Durch die ganzjährige Beweidung, bei der nur ein Tier auf zwei Hektar Fläche kommt, werden die Wiesen kurz gehalten, aber nicht übermäßig strapaziert. „Wir entdecken beinahe jedes Jahr neue Tier- und Pflanzenarten, die sich hier ansiedeln“, so Beulting. Die Tiere leisteten durch ihre „Arbeit“ also einen enormen Mehrwert für den Naturschutz.

Etwa zweieinhalb bis drei Jahre alt sind die nach dem Abbild der Auerochsen gezüchteten Rinder, wenn sie auf der freien Fläche und damit möglichst stressfrei geschossen werden. In diesem Jahr wurden fünf Tiere geschlachtet. „Wir orientieren uns dabei an der Nachfrage der Gastronomen, wollen aber auch nicht zu viel Fleisch auf den Markt bringen“, erklärt Beulting, dass der Genuss ein exklusives Erlebnis bleiben soll. Dafür nehmen das Hotel-Restaurant Lohmann und das Gasthaus Eickholt gerne noch Anmeldungen an.

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Beitrag von: Nicole Evering
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