Unterm Laub krabbelt'sFreitag, 20. Oktober 2017

Die Profilschüler sammelten Tier- und Pflanzenmaterial, das später im Umweltbus ausgewertet und dokumentiert wurde. Foto Heitbaum

ASCHEBERG Heimspiel für den Lumbricus: Der Umweltbus der Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW war jetzt keine 500 Meter von seiner Wiege bei Fahrzeugbauer Kaiser entfernt im Einsatz. Regina von Oldenburg parkte ihn am Montag bei Frenking – jeweils auf halben Weg zum Breilbusch und zur Profilschule.

Sechstklässler aus dem Mint-Profil mit Lehrerin Edeltraud Wagner freuten sich, in den Genuss eines besonderen Tages zu kommen. „Wir sind thematisch gerade im Wald unterwegs, mit dem Bus haben wir mehr Möglichkeiten, besonders auch unter der Erde neue Erkenntnisse zu sammeln“, informiert die Lehrerin auf dem Weg zum Wald. Vorher haben die zwei Mädchen und 18 Jungen eine allgemeine Einführung gehört und Gruppen gebildet.

Im Wald wird zuerst mit Totholz ein Vogelnest gebaut, eine Runde, in der sich die jungen Forscher mit Lehrerin und Umweltpädagogin treffen. Dann sammeln die Sechstklässler Material. Eine Gruppe sucht nach unterschiedlichen Blättern. Diese Pflanzenexperten werden genauso fündig, wie jene Gruppen, die mit Marmeladengläsern auf die Jagd nach kleinen Tierchen gehen, die unter der Laubschicht zu finden sind. Da werden Tiere mit sechs, acht und mehr Beinen eingesammelt. Das sind die ersten Anhaltspunkte, in welche Gruppe sie zu sortieren sind. Die Umweltpädagogin entdeckt schnell Steinkriecher und mehr in den Gläsern mit Loch im Deckel. Im Wald bleibt es aber bei einem ersten Eindruck. Es gilt auch fürs Trio, das mit dem Pürckhauer-Bohrstock eine Bodenprobe genommen hat. Die unterschiedlichen Schattierungen trennen Humus von einer helleren Schicht. Eine kleine Probe in der Hand lässt sich mit etwas Spucke aufrollen, bei einer Hörprobe knirscht es etwas. Da deutet einiges auf sandigen Lehm hin.

"Lebensnah unterwegs"

„Wenn wir so lebensnah unterwegs sind, prägen sich die Kinder das besser ein als beim Blick in ein Buch“, verweist von Oldenburg an dieser Stelle auf den besonderen Wert des Lumbricus-Besuchs. Der zeigt sich nach dem Mittagessen auch bei der weiteren Analyse. Im Bus sind 28 Arbeitsplätze, eine mobile Laborausrüstung hilft den Jungen und Mädchen beim Bestimmen der kleinen Tiere. Sie kommen in eine Petrischale, die unter eine Stereolupe geschoben wird. Und dann werden Beine gezählt, Farben angesehen und so nähert man sich Schritt für Schritt dem Namen des Tierchens.

Draußen werden derweil Blätter auf Pappe angebracht, um sie zu bestimmen. Und vom Bohrstock wird ebenfalls eine Schicht auf eine klebende Masse gegeben. Die Ergebnisse werden so dokumentiert und zudem auf einem Film festgehalten. Ihn haben die MINT-Schüler auf USB-Stick mitgenommen.

Der Lumbricus verabschiedete sich nach einem spannenden Tag aus Ascheberg. „Wir sind froh, dass wir zwei Busse haben, die ganz nach unseren Wünschen entstanden sind“, lobt von Oldenburg die Fahrzeugbauer um Bayram Koc bei Kaiser.

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Beitrag von: Theo Heitbaum
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