Panoramablick genießenDienstag, 29. August 2017

Pastoralreferent Ralf Wehrmann lädt in die Pfarrkirche St. Lambertus Ascheberg ein. Foto Heitbaum

ASCHEBERG/HERBERN Die Tür zur Pfarrkirche St. Lambertus steht am Sonntag, 10. September, von 8 bis 18 Uhr ganz bewusst offen. „Wir beteiligen uns am Tag des Denkmals und laden zu einem Besuch in die Kirche ein“, sagt Pastoralreferent Ralf Wehrmann.

Die Pfarrei St. Lambertus lenkt den Blick auf zwei besondere Dinge. Zunächst auf den frisch renovierten Kirchturm. Architekt Bernhard Kröger wird um 15 Uhr an die Arbeit aus dem vergangenen Jahr erinnern. „Es wird auch möglich sein, den Turm von innen zu besteigen und von der Balustrade den Panoramablick zu genießen“, informiert Wehrmann, schränkt aber ein, dass die Gruppengröße passen müsse.

Den zweiten Schwerpunkt bildet das Altarbild, das eine besondere Geschichte zu erzählen hat. Sie ist in einer neuen Broschüre nachzulesen. Caspar Staal hat „Ein ungewöhnliches Gemälde von Abraham Bloemaert“ verfasst, sich mit dem Weg des Gemäldes vom niederländischen Amersfoort nach Ascheberg, dem Künstler und dem Bild „Jesus und die Samariterin“ auseinander gesetzt. Wie schon beim Resaturieren des Bildes durch Fachfrau Marita Schlüter hat die Geschwister-Fritz-Stiftung die Herausgabe der Broschüre unterstützt. Sie wird am Tag des Denkmals für 4 Euro angeboten, wer einen kleinen Kirchenführer dazu nimmt, zahlt 5 Euro.

"Macht und Pracht"

Alljährlich beteiligt sich auch der Heimatverein Herbern am Tag des offenen Denkmals. In diesem Jahr öffnet passend zum Motto „Macht und Pracht“ Freiherr von Nagel die prächtigen Türen von Schloss Itlingen (Forsthövel-Merschstr. 127).

Der Baumeister Johann Conrad Schlaun entwarf im Stil des Westfälischen Barock Residenzen, Jagdschlösser, Stadthäuser, Kirchen und ganze Städte (Nottuln). Schlauns Markenzeichen war die immer wieder verwandte Kombination von Sandstein mit rotem Klinker und weißen, mehrfach unterteilten Fenstern, „Westfälische Sinfonie“ genannt. Neben seinen Hauptwerken in der Stadt Münster hat Johann Conrad Schlaun auch an anderen Orten des Münsterlandes gewirkt, wie eben auf Schloss Itlingen. Das Anwesen wird heute als Gestüt genutzt und diente schon als Kulisse für TV-Serien wie „Rivalen der Rennbahn“ und „Alles Glück dieser Erde“.

Rittersaal mit Stuckdecke

Zu besichtigen sein werden der Eingangsbereich und der Rittersaal mit der bemerkenswerten Stuckdecke, die Schlaun zugeschrieben wird, sowie die Schlosskapelle aus dem 17. Jahrhundert mit der ungewöhnlichen Holzfigur des heiligen Petrus.

Die Schlosskapelle ist von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Es finden etwa zehnminütige Führungen jeweils mit begrenzter Teilnehmerzahl statt (ohne Anmeldung). Der Rittersaal kann nur nach Voranmeldung zu folgenden Zeiten betrachtet werden: 10 Uhr, 10.30 Uhr, 11 Uhr, 11.30 Uhr, 14 Uhr, 14.30 Uhr, 15 Uhr und 15.30 Uhr. Anmeldung bis zum 8. September bei Ascheberg Marketing, Tel. (02593) 6324, E-Mail: info@ascheberg-marketing.de.

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Beitrag von: Theo Heitbaum / Dreingau Zeitung
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