Ostermann PastoralassistentinSamstag, 09. September 2017

Sarah Ostermann unterstützt das Seelsorgeteam als Pastoralassistentin. Foto: di

ASCHEBERG Sie kommt frisch von der Uni, bringt aber nicht nur akademisches Rüstzeug mit. Sarah Ostermann, die in Paderborn Religionspädagogik studierte, kennt auch die Praxis in den Pfarren. Das Seelsorgeteam in der Kirchengemeinde St. Lambertus verstärkt sie als Pastoralassistentin. Drei Jahre lang ist Ascheberg ihre private und berufliche Heimat.

Den Standort, an dem sie zur Pastoralreferentin ausgebildet wird, hat sie sich nicht ausgesucht. Doch sie hat Ascheberg mit allen Ortsteilen, in denen sie gleichermaßen Präsenz zeigen will, schon ein Stück weit ins Herz geschlossen. „Schön“, „ländlich“, gemütlich“ „dörflich“ sind die Attribute, die sie mit der Gemeinde verbindet, die noch dazu in der Nähe von Münster liege.

Seit Anfang August hat Ostermann ihr Domizil in Ascheberg bezogen und dafür ihre WG in Paderborn aufgegeben. Dass sie einen beruflichen Werdegang beschreitet, der sie nah an die Menschen führt, hat die Frau vom Niederrhein schon früh entschieden. Kein allzu frommes, aber ein engagiertes Elternhaus und Schwestern, die die jüngste der drei Mädchen bei deren ehrenamtlichen Dienst bei der Lebenshilfe begleitete, haben daran wohl einen Anteil.

Die definitive Weichenstellung, wohin es im Leben und Job gehen sollte, erfolgte aber mit der „superguten Firmvorbereitung“. Damals hätten ihr junge Erwachsene gezeigt, „wie man Glauben auch anders leben kann“ und „wie der Glauben das Leben beflügelt“. Für die Heranwachsende aus Friedrichsfeld bei Wesel bestand darin „absolut das Aha-Erlebnis“. Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Toleranz sind für sie christliche Werte, die sie umsetzen möchte. „Irgendwann ist in mir so ein Feuer entflammt worden.“ Für sie gilt: Niemand soll am Rand der Gesellschaft stehen. Eine Maxime, die sie bei ehrenamtlicher Arbeit mit Obdachlosen oder Flüchtlingen in Paderborn mit Leben erfüllt hat.

Um das kirchliche Leben, in dem sie ihre berufliche Heimat suchte, kennen zu lernen, absolvierte Ostermann ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Pfarreiengemeinschaft Artland. Die Breite der Aufgaben, in die sie mit eingebunden war, hat sie begeistert: von der Jugendarbeit über die Diakonie (zum Beispiel bei der Krankenkommunion) bis zur liturgischen Mitarbeit.

Welche Schwerpunkte sie in ihrer neuen Wirkungsstätte beackert, weiß die 23-Jährige bislang nicht, auf deren noch kargen Schreibtisch im Pfarrhaus eine winkende Figur von Papst Franziskus steht. Sie möchte jetzt erst mal die Kirchengemeinde mit ihren Gruppen und Akteuren kennen lernen.

Womit Ostermann schon begonnen hat, ist ihre Tätigkeit in der Profilschule. Dort fungiert sie quasi als „Referendarin“ im Religionsunterricht. Das Gespräch über den Glauben und die Kirche will sie gerne führen.

Dass ihr dabei Skepsis und Zweifel entgegenschlagen können, weiß Sarah Ostermann. Das einzige, worauf sie dabei pocht, ist Dialogbereitschaft und beiderseitigen Respekt. „Ich habe nicht vor, jemanden etwas aufzudrängen.“

In Ascheberg, hofft sie, sich mit vielen Menschen „gemeinsam auf den Weg zu begegeben und das Leben gegenseitig zu bereichern“. Ihres ist von ihrem Beruf schon bereichert, denn der ist „der schönste und beste, den man machen kann, wenn man sich mit dem Glauben identifizieren kann.

Fügen Sie diesen Artikel zu den folgenden Social-Bookmarking-Diensten hinzu:
Delicious Facebook Twitter Google Kledy LinkArena Mister Wong MySpace OneView StudiVZ Webnews Yahoo Yigg
Beitrag von: Dietrich Harhues
Zurück

Einen Kommentar schreiben



Bitte geben Sie die Buchstabenreihe im unteren Bild in das Textfeld über dem Absenden-Button ein.





Es sind noch keine Leserkommentare vorhanden, warum schreiben Sie nicht den ersten?
Dreingau Zeitung - Ostermann Pastoralassistentin